May
10
2006

Angekommen in Sa Pa (oder auch Sapa) im Norden Vietnams

Nach einer etwas anstrengenden Fahrt im Victoria-Express kommen wir in LAO CAI an. Der Zug ist edel eingerichtet, aber leider etwas eng in den Schlafabteilen und auch etwas zu warum – trotzt Klimaanlage. Unser Tip: für weniger Geld im Tulico-Express ein ganzes Abteil mieten, da ist mehr Platz und man muss sich nicht mit anderen Gästen rumschlagen (wobei wir echtes Glück mit einem jungen Backpackerpärchen hatten.) Weiter geht es per Auto nach Sa Pa.

Sa Pa ist eine echte Perle im Norden, das hatten schon die Franzosen entdeckt und sich deshalb dort niedergelassen, als es im Tiefland zu heiß wurde. Die katholische Kirche zeugt noch heute davon. Die Stadt selbst ist überschaubar, vor allem Backpacker kommen dahin, doch zunehmende auch Gruppen, die sich fürs Land interessieren. Wer mag, kann einen lokalen Bauernmarkt – wie den von Coc Ly – besuchen – aber Vorsicht: Im Norden Vietnams werden Hunde gegessen und eben auch am Markt zum Kauf angeboten. Für westliche Tierfreunde ist das nur schwer zu verstehen. Beeindruckend sind aber die Trachten der Hmong, vor allem die bunte Version. Noch wird in den Dörfern diese Tracht im Alltag getragen, vor allem aber von jungen Mädchen und ihren Müttern, die den Touristen handgefertigtes feilbieten.
Das Hotel Victoria – eine französische Kette mit weiteren Ablegern unter anderem in Hoi An, im Mekong-Delta und in Angkor Wat – ist eine wunderbar gelungene Mischung aus Kolonialstil und lokaler Bauweise. Holz statt Stein, gleichwohl witterungsfest, wunderbares Essen, auch vietnamesisch im Restaurant, Spa und Pool sind 50 weiter den Berg hoch gelegen und eine nettes kleines Detail ist das Kaninchengehege.
Nach Sa Pa (neuerdings werden die Namen auch zusammen geschrieben, also auch Sapa) kommt man wegen der Kühle und zum Wandcrn. Mehrere lokale Anbieter haben Treckings im Programm, wir können Topas empfehlen, die sind die nicht billigsten, aber unser Guide war Spitze. Buchen kann man in den Hotels oder – meist günstiger – direkt in der Stadt. Die Wanderungen führen durch Reisefelder und Dörfer, zwei Stunden wollte man Minimum investieren, besser einen vier bis sechs-Stunden Treck. es ist nicht ganz so anstrengend wie man vielleicht glaub, das kühle Klima trägt dazu bei. Wer möchte, kann auch in einem der Dörfer einen Homestay bei einer Familie über Nacht machen oder aber den höchsten Berg Vietnams (den Fansipan oder Fan Si Pan)besteigen. Dafür braucht man drei Tage Zeit und ein wenig Kondition – aber keine Bergsteigererfahrung. Es ist vor allem ein Treck auf etwa 3143 Meter Höhe. Zwei Tage Zeit sollte man sich auf jeden Fall für Sapa nehmen und dann den Abendzug von Cao Lai zurück nach Hanoi nehmen – dann kommt man früh in der Hauptstadt an und kann in aller Ruhe frühstücken gehen.

Written by admin in: Asien |

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