Jan
12
2011

Urlaubsgeschichten: Mein Geld ist aus dem Bus gestohlen worden

Meine Frau hat immer wieder Fälle wie diesen: Touristen melden sich nach einem Ausflug beim Reiseleiter oder -veranstalter, man habe aus ihrer Tasche Geld gestohlen. Während man den Tempel besuchte habe man die Tasche im Bus gelassen und bei der Rückkehr war das Geld weg.

Diese Geschichte stinkt in 99 Prozent der Fälle. Erstens sagen Geschäftsbedingungen und gesunder Menschenverstand, dass man nichts im Bus zurücklassen soll (schon gar kein Geld). Zweitens rennt man nicht mit hunderten Dollar rum, dafür gibt es einen Safe. Drittens gäbe es keine Busfahrer und Tourguides mehr, wenn die alle klauen würden (mal abgesehen davon dass ein Tourguide gar nicht schlecht verdient, der wäre wirklich dumm was zu klauen.)

Oftmals steckt etwas anderes dahinter: Man hat das Geld verloren oder für irgendwelchen Unsinn ausgegeben und versucht nun, die Schuld abzuwälzen. In der Regel ist das nicht erfolgreich. Gleiches gilt im übrigen für Diebstahl aus dem Hotelzimmer (oder gar dem Safe). In der Regel wird in einem Hotel nichts gestohlen. Wertsachen gehören in den Safe und den kann das Zimmermädchen NICHT öffnen. Mir ist noch nie etwas gestohlen worden, und ich habe viele Hotels gesehen. Bisweilen wird sogar Geld das aus der Hose gefallen ist dann ordentlich auf den Schreibtisch gelegt.

Wenn etwas gestohlen wird, dann in der Regel als Taschendiebstahl oder Straßenraub. Letzteres kann man verhindern in dem man nicht direkt an der Straße geht, sondern wo möglich mehr an der Hauswand, die Tasche mit einem Gurt versehen über der Brust hat, Kameras und andere Wertgegenstände nicht die ganze Zeit offen herumträgt, auch Geld nicht offen zeigt (z.B. am Geldautomaten). Taschendienstahl lässt sich weitgehend dadurch verhindern, dass die Tasche verschlossen ist (und eventuell ein weiteres Fach mit einem Reissverschluss innen hat) und man schlicht schaut, wer so neben und hinter einem ist. Und noch eine Regel: Wenn man angerempelt wird, ist der erste Griff nach der Tasche. Denn so machen die meisten Diebe Beute.

Wenn es hart und auf hart kommt und der Räuber eine Pistole oder Messer hat, gilt nur eines: Nicht den Helden spielen und sofort ihm geben was er will. Eine Tasche und selbst eine paar hundert Dollar sind weniger wert als das eigene Leben. Und das steht in einer solchen Situation auf dem Spiel.

Ich bin einmal überfallen worden: als Tankstellenwächter bei Frankfurt. Mir ist die Kamera und das Telefon gestohlen worden – als ich in Berlin wohnte. Im Ausland bin ich ein einiziges Mal bestohlen worden: Auf Boracay. Beute: Ein Leatherman und 20 Dollar. (Wir hatten den Zimmerschlüssel unbeobachtet beim Dinner auf dem Tisch liegen lassen und sind zum Buffet. Das hat ein Dieb das wohl am Strand vorbei kam genutzt).

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |

No Comments

Comments are closed.

RSS feed for comments on this post.


Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com