Dec
03
2009

Tourismus aus asiatischer Sicht

Wenn wir über Tourismus reden, dann denken wir immer westliche Länder sind die Reisekönige, weil wir uns das leisten können. Zum einen sind Deutsche eher faul. Das eigene Land ist immer noch am meisten gebucht, und viele verbringen eher einen Urlaub im Hotel im Schwarzwald denn in Hanoi.
Wer aber Fernreisen macht sieht zum Beispiel in Vietnam viele westliche Touristen, und weil man zum einen eine höhere Aufmerksamkeit für die eigenen Leute hat und zum anderen oft Asiaten nicht unterscheiden kann, glaubt man schnell, die meisten Touristen kommen aus dem Westen.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, wie man am Beispiel Vietnam sieht:
Es führt ganz klar China (476,489) vor den USA (368,089), Südkorea (327,384), Japan (326,274), Taiwan (246,635), Australien (193,285), Frankreich (159,401), Malaysia (146,206) und Thailand (138,750). Alle anderen machen noch einmal 900.000 aus.

Man sieht dass es einen intensiven innerasiatischen Tourismus gibt. Für Kambodscha sind diese Zahlen ähnlich. Bei Touristen aus den USA, Frankreich und Australien muss man noch hinzufügen, dass viele so genannten Vietkieu sind, also Auslandsvietnamesen, die ihre Familien besuchen oder Geschäfte machen, aber ein Toursitenvisum beantragen.

Natürlich sind die nackten Zahlen nicht alles. Tatsächlich nämlich lassen asiatischen Touristen längst nicht so viel Geld im Land wie westliche. Gerade Koreaner suchen billige (und meist koreanische Hotels), gleiches gilt für Chinesen. Nur Japaner suchen bisweilen höherpreisige Unterkünfte.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel,Vietnam |

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