Jul
25
2009

Phu Quoc, die Perle Vietnams

Sao beach

Phu Quoc ist nicht nur ein Zentrum der Perlen- und Austernfischerei, es sieht auch aus wie eine – wenn auch unregelmäßig gewachsene – Perle. Die kleine Insel im Südwesten Vietnams ist drauf und dran, das Mallorca Südostasiens zu werden.

Die Gründe liegen auf der Hand; Traumhafte, noch unerschlossene Strände, gute Lage (eine Flugstunde von Saigon) und eine noch recht unberührte Natur.

Wie man hinkommt:
Phu Quoc hat einen kleinen Flughafen, der neue internatinale soll 2012 fertig gestellt werden. Es gibt einen kleineren Hafen für die Fischerbote (kann man sich mal anschauen, eine halbe Stunde reicht aber auch) und einen Hafen für die Fähren (die nach Rach Xia, Fahrtzeit per Speedboat etwa 3 Stunden, per Fähre 6 Stunden).

Wo man übernachtet:
Je nach Budget gibt es kleine Guesthäuser und schöne Ressorts. Wir residierten im La Veranda, wohl eines der besten Hotels. Etwa 10 Autominuten von der Stadt Duong Dong am Strand gelegen bietet es Abgeschiedenheit und ein wenig Luxus. Sowohl die Anlehnunge an den Kolonialstil als auch die überaus freundliche und hilfsbereite Belegschaft haben uns gefallen. Auch das Spa ist gut, die Managerin überwältigend freundlich. Das Restaurant hat faire Preise, die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet (wir hatten einen Bungalow) und mit Aircondition, Wifi und TV augestattet. Auch gut sind die Cassia Cottages und das Mango Bay (letzteres ohne Aircon, aber mit Traumstrand).

Was man macht:
Wie oben erwähnt kann man sich Perlenfischerei anschauen. Ob man Perlen hier kauft, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn dann aber lose Perlen, denn der Schmuck der hier gefertigt wird sieht doch recht einfach und bescheiden aus.

Phu Quoc ist auch berühmt für seine Fischsauce Nuoc Mam. Über 200 Fischsaucenfabriken feilschen darum, die beste zu sein. Letztlich ist es Geschmackssache, nur soviel: Je dunkler umso geringer die Qualität. Ebenfalls lecker ist übrigens auch die Mischung aus Pfeffer, Knoblauch und Salz, die ebenfalls zum Kauf anbegoten wird.
Fish sauce barrels
Apropos Pfeffer: Im Norden der Insel gibt es Pfefferplantagen zu besichtigen. Man kann sich ein Motobike mieten (bitte den Helm auch benutzen und nicht zu schnell fahren, es sterben schon genug Leute – auch Ausländer – auf Vietnams Straßen) oder eine Tour mit Guide und Fahrer buchen. Wer im Süden unterwegs ist sollte unbedingt am Sao Beach Halt machen: Ein traumhaften Stück Strand mit sehr flachem Wasser und guten Restaurants.

Phu Quoc erlebt derzeit einen Investorenboom. Neue Straßen, neue Häfen, neur Flughafen, neue Hotels. Wohin die Reise geht bleibt abzuwarten. Zum einen hat die Insel schon jetzt ein Stromproblem: Alles kommt aus Generatoren, Solar -und Windenergie sind in Vietnam noch immer ein Fremdwort. Auch sind die Frischwasserreserven noch unklar. Für die Menschen auf der Insel, die überwiegend von der Fischrei leben, dürfte der Tourismus eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bedeutet. Auch für die Umwelt muss Tourismus nicht immer das schlechteste sein: Saubere Strände findet man eigentlich nur dort, wo Hotels sind. Und letztlich liegt der Charme der Insel nicht nur in den Stränden, sondern auch in der Landschaft.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Vietnam |

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