Sep
27
2013
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Die Sache mit dem Budget: Zehn Tipps zum günstigen Reisen

Eines der großen Probleme das viele Menschen mit Fernreise haben ist das Budget. Gerade wer mit Familie unterwegs ist, muss aufpassen, wie teuer eine Reise wird. Wahrscheinlich ist das der Grund warum die meisten Deutschen Urlaub immer noch in Deutschland und Europa machen.

Origami Geld Segelschiff

Ich bin der letzte der von jedem verlangt nach Asien zu kommen. Aber ich kann es trotzdem empfehlen. Ein paar kleine Tipps gibt es schon, wie man sich auch eine lange Reise leisten kann, ohne gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen.

1. Rucksackreise
Heute sind Rucksackreisende (Backpacker) vor allem junge Leute die nach der Schulausbildung billig die Welt sehen wollen. Aber eigentlich gibt es keine Altersbeschränkung. Grundsätzlich gilt: Günstige Hotels und Gästehäuser suchen, lokale Restaurants benutzen, lokalen Transport. Das tut dem Geldbeutel schon mal gut. (Beim Transport aber aufpassen: In vielen Ländern entsprechen Busse nicht europäischen Sicherheitsstandards)

2. Preise vergleichen
Nicht gleich den erst besten Flug buchen, sondern Preise mehrerer Linien vergleichen. Wer sparen will, kann längere Flüge buchen, die ein oder zwei Umsteigen haben, dafür aber günstiger sind. Gleiches gilt für Pauschalreisen und Hotels: Auch hier haben verschiedene anbieter oft verschiedene Preise.

3. Nach Promotions und Sonderangeboten suchen
Eine einfache Google-Abfrage bringt da schon einiges Zutage. Ausserdem ist es keine schlechte Idee sich bei den Newslettern diverser Reiseanbieter anzumelden, um immer neueste Angebote zu bekommen.

4. Bei Freunden und Bekannten unterkommen
Ein großer Teil des Geldes bei einer Reise geht für die Unterkunft drauf. Wer nicht gerade mit zehn Jugendlichem im Großraum schalfen will, der kann sein Netzwerk aktivieren. Kenne ich Leute im Zielland, oder kenne ich jemanden der jemanden kennt? Eine Anfrage bei Facebook kann schon Wunder wirken.

5. Low Season nutzen
Die Low Season wird gerne auch als Regenzeit bezeichnet, was viele abschreckt. Tatsächlich aber hat das Vorteile, wie ich schon einmal geschrieben habe.Hotels bieten Superkonditionen, Flüge sind auch billiger und sogar beim Essen kann man sparen. Auch hier gilt es im Land der Reise nach guten Deals zu schauen.

6. Alleine reisen
Jetzt mal ehrlich, warum kann Mama sich nicht mal was Gutes tun und Papa zeigen, ob er wirklich den Urlaub nutzen will, um viel Zeit mit den Kindern zu verbringen? Früher gab es mal das Müttergenesungswerk, dass dafür zuständig war. Die Rechnung ist doch einfach: Wenn nur eine Person reist, dann ist die Budgetfrage eine andere.

7. Gruppenreisen
Weil Gruppen natürlich bessere Konditionen bekommen, können viele Veranstalter gute Preise anbieten. Dabei gilt es aber genau hinzuschauen: Ist der Preis sehr niedrig, gibt es vielleicht versteckte Kosten.

8. Weniger kann mehr sein
Manchmal macht Kleinvieh auch Mist: Beim Hotel die günstigste Kategorie nehmen, beim Flug sehr früh buchen, beim Hotel kein Frühstück nehmen, keine Souvenirs kaufen (die sind eh nur Staubfänger), mit leichtem Gepäck reisen (kann bei billigen Inlandsflügen sparen).

9. Gesunden Menschenverstand nutzen
Auch wenn Backpacker glauben mit Büchern wie dem Lonely Planet ganz billig unterwegs zu sein, ist dem nicht immer so. Zum einen sind die Preise in Touristenhochburgen für alle hoch. Zum anderen sind die Daten oft veraltet. Wo viele Menschen sind ist es teuer, wo wenige sind, eher billig. Großstädte bieten hervorragende Möglichkeiten, sich zu Fuß abseits der Sehenswürdigkeiten umzuschauen. Was ist schon das Bild des Wat Pu in Bangkok verglichen mit dem kleiner Thailänder, die in einer Nebenstraße Fußball spielen und dann mit dem Ausländer ein wenig Englisch reden wollten?

10. Scams vermeiden
Dazu gehört auch gesunder Menschenverstand. Einheimische stehen nicht vor Sehenswürdigkeiten weil die Touristen helfen wollen. Ein Rikschafahrer weiß keine gute Unterkunft oder Bar. Kein Mensch verteilt Gratis Vogelfutter oder Blumen. An einem unbekannten Strand bei einer Party Getränke herumstehen zu lassen ist keine gute Idee – Knockoutdrogen sind da schnell reingeschmissen und am nächsten Tag ist alles weg.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Sep
25
2013
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Man muss nicht jede schlechte Erfahrung selber machen

Nico und Robin sind derzeit in Asien unterwegs und ihnen ist passiert, was auch viele andere erleben: Bei der Fullmoonparty hat Robin wohl irgendwas ins Getränk bekommen (GHP ist ein guter Kandidat) und als er wieder aufwachte waren Erinnerungen und iPhone weg.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Man sollte im Urlaub nicht tun was man zu Hause auch nicht machen sollte. Gerade wenn Alkohol im Spiel ist kann es gefährlich werden.

Grundsätzlich gilt: Wo große Menschenansammlungen sind lauern auch Gefahren. Ob das das Waterfestival in Kambodscha ist, Sonkran in Thailand oder Neujahr in Vietnam: Bei diesen Festen kommen viele vom Land in die Stadt um Geld zu machen. Das kann mit dem Verkauf von Blumengebinden sein, oft sind es aber Taschendiebe und Trickdiebe die unterwegs sind. Hier gilt: Immer eine Tasche haben, die verschlossen werden kann und die quer über die Schulter trägt.

Kleinen Kindern wird immer gesagt die sollen nicht mit Fremden weggehen, aber viele Touristen scheinen das zu vergessen. Der freundliche Einheimische der eine Abkürzung kennt oder ein Waisenhaus oder einen anderen Palast ist immer ein Betrüger. Warum bitte sollte jemand aus lauter Freundlichkeit
dort herumlungern?

Kleinen Kindern wird auch gesagt sie sollen sich nicht streiten. Gerade in Asien ist es eine ganz schlechte Idee, sich mit Einheimischen zu streiten. Das kann schon auch mal tödlich enden.

Unbekannte Gewässer sind UNBEKANNTE Gewässer, also springt man da nicht einfach rein, auch wenn die anderen es tun. Wir hatten in Laos jede Menge Tote, die aus dem Fluss in Luang Prabang geholt wurden. Gleiches gilt für Strände in Thailand: Eine rote Flagge hat einen Sinn. Man geht dann nicht ins Wasser.

Ein Helm ist der einzige Schutz bei einem Motorradunfall, und Unfälle gibt es jede Menge in Asien. Und betrunken fährt man nicht gut, das ist ein Fakt. Also nur mit Helm und nur nüchtern.

Nur weil man etwas nicht weiß heißt das nicht es ist nicht passiert. Natürlich veröffentlichen Reiseländer keine Statistiken über tote und verletzte Ausländer. Ist nicht gut für Geschäft. Tatsächlich aber sagte mal der kanadische Botschafter in Thailand er schicke jede Woche einen Sarg nach Hause. Laos hatte einen Rekord an toten Ausländern im vergangenen Jahr.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Sep
03
2013
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Jetski-Betrug: Am besten gar nicht erst mieten

Jet Ski-1407
Es ist einfach verlockend: Tolles Meer, tolles Wetter, toller Strand und endlich mal Gelegenheit, auf einem Jetski durch die Bucht zu rasen. Überall wo Wasser ist in Thailand kann man diese Jetskis mieten. Man muss entweder ein Deposit hinterlegen oder den Reisepass. Es gibt sogar eine Versicherung, sagt zumindest der Verkäufer. Und weil man jetzt schnell ins Wasser will, wird nicht so genau hingeschaut, in welchem Zustand der Jetski ist.
Das böse Erwachen kommt bei der Rückkehr. Plötzlich sind da Schäden, obwohl man keinen einzigen Felsen auch nur gestreift hat. Egal, sagt der Jetski-Besitzer, Du musst bezahlen für den Schaden. Und das kann teuer werden. Auch wenn der Ladenbesitzer kein Recht hat einen Pass einzubehalten, zieht der Kunde immer den kürzeren. Es hilft auch wenig, die Polizei zu holen. den die macht meisten gemeinsame Sache mit den Jetskiscammern. Oder ist nicht sonderlich interessiert in diesen Fällen. Bisweilen kann man den Honorarkonsul anrufen, aber wie gerade in Phuket geschehen bekommt der auch Drohungen örtlicher Offzieller.
Auch wenn die lokalen Behörden immer wieder betonen, gegen die Betrugsmasche vorzugehen, passiert ausser der Ankündigung wenig.
Kaum eine Woche in der es nicht zu massiven Zahlungen gekommen ist. Der Australische Botschafter hat schon ausdrücklich vor den Vermietern gewarnt.
Und dabei spaßen die Betrüger nicht. Schnell sind Waffen gezogen, Messer, Pistolen, sogar Gewehre, wie im Video zu sehen ist.

Das Lächeln in Thailand verschwindet schnell wenn es um Geld geht. Westliche Denkweisen, man möge doch nett zu Kunden sein helfen nichts (vor allem nicht wenn 100 Millionen potentielle neue asiatische Touristen praktisch vor der Tür stehen).
Die Denke “Mir passiert schon nichts” ist nicht ratsam, gerade in Pattaya, Phuket, Koh Samui, Koh Phiphi und Koh Pangan – also dort wo die Hotspots sind. Im Zweifel lasst es besser sein. Es gibt genug andere schöne Dinge die man machen kann. Und wer es unbedingt will, der sollte am besten im Hotel nach fragen (Hotel, nicht Guesthouse, die stecken oft genug unter einer Decke). Dann den Jetski genau untersuchen und am besten Fotos machen. Immer einen Zeugen dabei haben. Niemals den Pass hinterlegen. Immer die Nummer der Touristenpolizei dabei haben 1155 für Phuket, 038 429 371 für Pattaya

Eine gute Übersicht wovor man sich noch in Acht nehmen sollte gibt es hier.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |

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