Jun
18
2013
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Kambodscha hat ein neues, kleines Angkor Wat: Mahendraparvata

Es hat lange gedauert, und keiner wusste so wirklich was man am Ende finden würde. Aber dann waren es ausgerechnet Computer, die das große Bild schufen. Das von Mahendraparvata, einer bislang unbekannten verlorenen mittelalterlichen Stadt nahe des Berges Phnom Kulen. Das Besondere: Sie wurde 350 Jahre vor dem Bau der berühmten Tempelanlage Angkor Wat im Nordwesten Kambodschas gebaut.

LIDAR Scan Cambodia

Damian Evans ist ein Wissenschaftler der Universität Sydney führte mit lokalen Helfern die Expedition durch den Dschungel. Um zu wissen, wohin er gehen musste, hatte man die Gegend mit der LIDAR Methode vermessen. Dabei wird – ähnlich wie beim Radar – ein Gebiet mit Laserstrahlen abgetastet. Und als man alle Daten zusammenhatte, sah man es: Strassennetze und Strukturen, die man niemals vom Boden aus bemerkt hätte. Nun wussten die Wissenschaftler, wohin sie gehen mussten. Ausgestattet mit GPS-Empfängern schlugen sich Evans und seine Kollegen durch den Dschungel, immer auf der Hut, weil es dort neben allerlei gefährlichen Getier auch noch Landminen gibt.

Zwei Dutzend Tempelanlagen hat man bisher gefunden. Viele sind im Boden verborgen, lediglich hier und da finden sich ein paar behauene Steine, die von der frühen Kunst der Khmer zeugen. Noch gibt es viele Rätsel zu lösen, wie das der kleinen Hügel am Phnom Kulen. Man vermutet es seien Grabanlagen, aber ob das stimmt, müssen erst weitere Untersuchungen zeigen.

Man weiss, dass die Stadt auch noch zur Angkok Wat-Zeit bewohnt war, man weiss aber auch, dass sie schon vorher gebaut und bewohnt war. Warum sie verlassen wurde, ich nicht bekannt. Es könnten an fehlenden Ressourcen gelegen haben: Irgendwann wurde die Stadt zu gross und konnte ihre Bewohner nicht mehr mit Wasser und Brennholz versorgen. Denn wie heute im Dschungel hat sie nicht gelegen: Man weiss aus Angkor Wat, dass damals großflächig Wälder abgeholzt wurden, weil man das Holz als Bau- und Brennmaterial benutzte.

Mehr dazu bei The Age

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha |
Jun
17
2013
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Von wegen Regenzeit: Die beste Zeit für eine Asienreise

Es gibt so bestimmte falsche Vorstellungen von Asien. Eine davon ist der Mythos der Regenzeit. Denn viele Menschen glauben, es würde immer regnen während der Regenzeit. Manche Touristikunternehmen haben schon begonnen, statt Rainy Season Green Season zu sagen. Und da ist etwas dran. Denn eigentlich ist die Regenzeit die beste Zeit für Touristen, die nach Asien reisen wollen.

Rice planting season in Laos

Warum? Nun, zum einen ist das mit dem Regen gar nicht so schlimm. Meistens sind das kurze (aber durchaus heftige Schauer). Da schaut man sich ab, was die Einheimischen hier machen: Unterstellen und warten bis es vorbei ist. Der große Vorteil an den Regenschauern ist, dass es danach immer ein wenig kühler ist. Ausserdem bedeuten Wolken auch keine Sonne, und das ist schon mal angenehm im tropischen Klima. (Überhaupt ist das mit der Sonne so eine Sache: Jeder will sie im Urlaub, aber dann klagt man über die Hitze. Und für die Haut ist sie auch nicht gut).

After the rain
Aber es gibt auch andere Gründe: Während der Regenzeit ist die Vegetation am schönsten. Die Vegetationsperiode in Asien (überhaupt in den Subtropen) ist viel länger als in Europa. Alles ist grün hier, die Blumen und viele Bäume blühen. Nicht zu vergessen das jetzt gerade der Reis gepflanzt wird, und was ist ein schöneres Fotomotiv als junge Reispflanzen. Es gibt mehr Obst auf den Märkten zu kaufen, und wer nicht nur am Strand ist, sondern auch in die Berge oder ins Landesinnere fährt, wird das Land von einer ganz anderen, sehr bezaubernden Seite sehen (das gilt für alle Südostasiatischen Länder).

Angkor Wat
Sogar der Geldbeutel wird geschont, und zwar gleich mehrfach. Viele Reiseanbieter haben günstigere Preise in der so genannten Nebensaison. Das kann man schon mal ausnutzen. Aber auch in den Ländern selbst sind manche Restaurants während der Regenzeit günstiger, Ausflüge gibt es mit Discount. Da kann man richtig sparen. Und schließlich ist es an vielen Sehenswürdigkeiten nicht so voll. Kein Schlangestehen am Wat Prakeao in Bangkok, keine Touristenansammlungen in Angkor Wat, reine Idylle in Luang Prabang/Laos.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Jun
17
2013
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Thailand steht immer wieder auf

White Masks Demonstration Thailand ist ein Stehaufmännchen. Gleich was auch passiert, das Land steht auf und macht weiter. Es hat den Tsunami überstanden (mit großen Opfern), es hatte mehr Putsche als jedes andere Land, es hatte die Yellow Shirts die den Flughafen besetzten und die Red Shirts die den Business Bezirk besetzten. Es hatte die große Flut, die Teile Bangkok unters Wasser setzte und die wichtigen Industrieanlagen in Ayutthaya. Und trotzdem geht die Wirtschaft bergauf und die Touristen kommen nach wie vor. Zu recht.

Denn Thailand weiss wie wichtig der Tourismus ist. Im vergangenen Jahr kamen 22 Millionen Touristen ins Land des Lächelns, 2011 waren es 19 Millionen. Phuket, Pattaya und Chang Mai sind immer noch ganz oben auf der Wunschliste der Reisenden. Dazu kommen die Strände von Krabie, Koh Samui und anderen Inseln. Phuket wurde nach dem Tsunami in Rekordzeit wieder aufgebaut. Auch im Businessbezirk von Bangkok, wo sich die Redshirts tagelang mit Regierungstruppen Gefechte lieferten, ist heute business as usual.

Es scheint fast, dass das Land ab und an ein wenig Unruhe braucht. Derzeit demonstrieren White Masks, eine Gruppe die sich vor allem dem Widerstand gegen den Ex-Premier Thaksin verschrieben hat. Aber das gehört eben auch zum Bild von Bangkok – und ist auch Zeichen einer lebendigen Demokratie.

Was immer auch in diesem Land geschieht, Touristen sind in der Regel sicher und es wird sich um sie gekümmert. Und ist es an einem Ort gerade ein wenig unpässlich, dann hat Thailand noch eine Menge andere Orte, die eine Reise wert sind. Mehr davon in den nächsten Tagen und Wochen.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Jun
14
2013
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Weiter geht’s mit Tipps zum Reisen in Südostasien

Es hat etwas gedauert, aber jetzt sind wir am großen Zwischenziel angekommen. Wir wohnen in Bangkok. Genauer gesagt in Samut Prakan, das ist die nächste Provinz. Aber da hier alles zusammenwächst, fängt Bangkok eine Straße weiter an.

Nach einer kleinen Pause geht es hier wieder weiter mit Reisetips aus Südostasien. Zunächst noch eine Rückschau auf Laos.

Wer nach Laos kommt, wird normalerweise gleich nach Luang Prabang durchreisen, oder ein zwei Nächte in Vientiane bleiben. Ich kann nur empfehlen, sich auch den Süden anzuschauen. Das ist zwar etwas teuer, weil man einen weiteren Flug buchen muss (ich kann nur ausdrücklich vor Bussen, vor allem Nachtreisen, warnen). Aber es lohnt sich.

Pakse ist klein, hat aber den Charme einer Provinzhauptstadt. Von dort aus muss man den Wat Phou anschauen. Ausserdem geht es von hier in die Berge zu den Kaffeeplantagen. Wer mehr Zeit hat, kann weiter nach Attapeu, oder sich die Thousand Islands anschauen.

Written by thomaswanhoff in: Asien |

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