May
12
2011
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Hotels und ihre Umweltinitiativen

Wer öfter reist wird sicherlich in einem Hotel schon das Schild gesehen haben, mit dem man den Zimmerservice darauf hinweist, dass die Handtücher und die Bettwäsche nicht gewechselt werden sollen. Diese Umweltinitiative gibt es schon seit vielen Jahren, aber Hotels gehen immer mehr noch weitere Schritte. Man muss kein Eco-Ressort sein, um umweltfreundlich zu sein.
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Ich stelle in vielen Hotels fest, dass man von den kleinen Plastik-Shampoo-Flaschen hin zu Dispensern geht. Das ist der gleiche Inhalt aber viel weniger Plastikmüll. Gleiches geht für Plastik-Wasserflaschen, die gerade in Asien so beliebt sind. Er schon mal ein Hotel bei Holidaycheck gebucht hat und zum Beispiel in den USA war, hat vielleicht die Wasserbehälter am Gang gesehen. Jedes Zimmer hat eine Glasflasche oder Krug, die man dann beliebig oft nachfüllen kann. In Nepal hat das ein Bekannter von mir schon vor vielen Jahren in seinem Hotel eingeführt.
Was ich jetzt in Vientiane (Laos) gesehen habe, ist der nächste Schritt: Neonröhren und Glühbirnen werden durch LED ausgestauscht. Da die Röhren ohnhin für indirektes Licht eingesetzt wurden, machen die ähnlich weißen LED keinen Unterschied. Und auch bei der Lichtwärme sind die LED eine gleichwertige Alternative und sparen auch noch eine Menge Geld.
Ebenfalls in Asien wird in vielen Hotels Plastik und Metall extra gesammelt. Da Rohstoffe hier teuer sind ist eine ganze Industrie entstanden, die diese Wertstoffe sammelt und dann meist nach China verkauft, weil dort große Recyclingkapazitäten vorhanden sind. Oft bekommen die Hotel-Angestellten die die Wertstoffe sammeln und verkaufen so noch ein Extra-Gehalt.
Wer also demnächst ein Hotel bucht, sollte mal Fragen welche Grünen Initiativen es gibt. Solaranlagen zählen zum Beispiel auch dazu.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Hotels |
May
10
2011
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Ökoreisen oder “verantwortliches Reisen”: Was ein Unsinn

Ich höre es immer wieder: Leute wollen mit ihrer Reise etwas Gutes tun, vor allem wenn es in Entwicklungsländer geht. Gerade hier in Laos, Vietnam oder Kambodscha boomt “Responsible Travel“. Ich halte das für riesengrossen Unsinn.

1. Wer in ein Flugzeug steigt und von Europa nach Asien fliegt, hat einen so gigantischen CO2-Ausstoß, dass er den Rest seines Lebens Bäume pflanzen muss. (800 Kilogramm)

2. Die meiste Entwicklungsländer sind auch deshalb so arm, weil wir sie in Europa und Amerika als Billiglohnländer benutzen. Wer also in Deutschland billige Shirts aus Vietnam kauft, trägt dazu bei, dass die Arbeitsbedingungen schlecht sind.

3. Die meisten Länder sind von Regierungen beherrscht, die sich nicht wirklich um die Leute kümmern. Von jedem Dollar der ins Land geht bekommen sie ihr Scherflein. Schon mit der Visa-Gebühr unterstützt man sie.

4. Eine Woche Englisch unterrichten in einem Dorf bringt gar nichts, denn die Kinder haben keine Gelegenheit es zu praktizieren. Eine Woche später ist alles vergessen (so wie ich Chinesisch nach einer Woche vergesssen würde).

6. Zu glauben dass ein paar kleine Gästhäuser am Arsch der Welt das Leben der Menschen nachhaltig verändern, ist blauäigig. Sie sind der Anfang für die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur, nicht das Ende. Der Einsatz von Solar ist nett, aber meistens viel zu teuer. Damit wird außerdem meist Wasser warm gemacht – das Problem ist aber Strom. Die meisten Anlagen liefern derzeit Strom für eine Lampe. Wer da was ändern will, sollte ein Kraftwerk bauen.

Also gar nicht reisen? Doch. Denn Reisen bildet. Aber man sollte sich nichts vormachen, und sich nicht selbst belügen. Die 800 Kilo CO2 kann man schon kompensieren, zum Beispiel mit der Wahl des Verkehrsmittels zu Hause. Aber zu glauben, dass man in 2 Wochen Urlaub die Probleme eines Landes ändern kann, ist abwegig.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
May
05
2011
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Südoastasien: Ein Paradies fur Kaffeefreunde

Ich gehörte schon in Deutschland zu den Menschen, die offensichtlich vom Starbucks-Virus befallen waren bevor es Starbuck eigentlich gab. Ich liebe es in Cafes zu sitzen, dort zu lesen oder gar zu arbeiten. Laptops sei Dank!
Südostasien ist deshalb ein Paradies fuer mich. Ob Kambodscha, Vietnam, Thailand oder Laos: Uberall gibt es kleine oder grosse Coffeeshops, wo man nicht nur sehr guten Kaffee bekommt, sondern in der Regel auch immer kostenloses Internet hat (Thailand ist da leider zunehmend eine Ausnahme).
Selbst in Bac Lieu, einer eher abgelegenen Stadt im Süden Vietnams, gab es solche Cafes. Und natürlich auch in Laos. Der Vorteil hier ist dass oftmals auch laotischer Kaffee gebrueht wird, oft ein sehr guter Arabica, während man in Vietnam meistens den dortigen Robusta bekommt, eine eher bittere Sorte, die aber beim Rösten oft veredelt wird.
In Kambodscha kann man hier und da Illy Kaffee finden, den wohl besten Espresso den man kaufen kann (Cafe Sentiment am Monivon hat ihn zum Beispiel). Illy in Vietnam hat gar eine eigene Kaffeehauskette, dort ist auch Trung Nguyen oder Highlands Coffee zu empfehlen. In Laos hat Joma ein Cafe in Luang Prabang und zwei in Vientiane und serviert sehr guten Cafe. Das git auch fuer die Scandinavian Bakery am Nam Phou Square.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Food,kambodscha |

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