Jul
19
2010
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Backpacker: Ist Benehmen wirklich so schwer?

Monks in a pagoda

Sie sind überall und denken, sie sind unglaublich cool: Backpacker. Was früher noch über 30jährige auf der Suche nach dem Sinn des Lebens waren, sind heute 20somethings auf der Suche nach Spaß. Und der soll bitte wenig kosten. Deshalb läßt man sich gerne in Drittweltländern nieder, wo Bier und Drogen günstig sind. Kambodscha, Vietnam und Laos sind da nur einige Länder, die unter Backpackers zu leiden haben.
Leiden? Ja. Denn der Backpacker lässt nicht wirklich viel Geld im Land. 10 Dollar pro Übernachtung, billiges Essen am Straßenrand (mit den bekannten Nebenwirkungen), billiges Bier am Abend.
Ich erinnere mich, wie es in Kambodscha fast jeden Tag zu Diskussionen mit Tuktukfahrern kam, weil Backpacker zu wenig bezahlen wollten (und zu blöd waren ihren ach so heiligen Lonely Plant zu lesen, in dem steht, dass man vorher einen Preis ausmachen soll).

Was aber gerade in Thailand, Laos und Kambodscha wirklich zu weit geht, ist das Benehmen der Backpacker. Natürlich sind damit nicht alle gemeint, aber aus eigener Erfahrung würde ich sagen es ist fast 50/50.
Die oben genannten Ländern sind buddhistische Länder, in denen Kultur und Tradition noch gelebt werden. Es bedarf eigentlich nicht viel, das zu respektieren. In Deutschland laufe ich nicht mit einer Bierflasche durchs Kloster oder hänge meine Baseballkappe ans Kruzifik. In Asien habe ich das gesehen. In Luangprabang scheinen Backpacker alle Manieren aufzugeben: Dort werden Mönche angefasst, festgehalten, vor die Kamera gezerrt, als ob das hier Disneyland wäre.

Liebe Backpacker, es ist schön das ihr reist, aber bitte befolgt eine paar simple Regeln:

Asiaten ist es peinlich nackte Haut zu zeigen UND zu sehen. Bitte bedeckt Oberkörper,( Schultern, Rücken, Brust und Bauch) und Oberschenkel mit Kleidung. (In Laos heißen Backpacker auch Monkeytails, weil die Männer ihr T-Shirt hinten in die Hose stecken und das wie ein Schwany herumbaumelt). Wer zuhause mit einer Jeans zufrieden ist, sollte die doch bitte auch in Asien tragen. Jeans sind robuts, lassen sich schnell waschen und trocken hier und schützen auch vor der Sonne.

Auch wenn die Asiaten gerne mal ein Bierchen trinken, muss man NICHT am helllichten Tag mit einer Bierflasche in der Hand auf der Straße herumlaufen.

Ein Wasserfall, ein Strand, ein kleiner Teich laden zum Schwimmen ein. Zum Schwimmen. NICHT zum FKK, Oben-Ohne-Baden. Auch nicht zum Bierflaschen-Weitwurf. Man wirft den Müll in Mülleimer oder nimmt ihn wieder mit.

Mönchen werden in Asien besonders respektiert. Nur weil ihr in Euren Heimatländern vielleicht noch keinen Mönch gesehen habt, müsst ihr hier die Mönche nicht wie Freiwild behandeln. Man MACHT NICHT ungefragt ein Foto von einem Mönch. Frauen fassen Mönche NIEMALS an. Westler müssen Mönchen auch nichts opfern, schon gar nicht schlechten Reis, den sie von einem windigen Händler am Morgen gekauft haben. Das Wesen der Opfergabe liegt unter anderem darin, dass man die Speisen selbst zubereitet hat.

Ein Kloster und ein Tempel sind heilige Orte und keine Yogaschule. Menschen beten dort. Man fasst KEINE Buddhastatuen an (und schon gar nicht am Kopf), man macht KEINE lustigen Fotos mit einer Buddhastatue (oder gar einem Mönch). Man zieht die Schuhe aus, wo es verlangt wird. Man bedeckt Schultern und Brust wenigstens mit einem Schal, wenn man schon meint im Tank-Top herumlaufen zu müssen.

Arme Menschen, vor allem alte arme Menschen, haben keine Rente und müssen deshalb oft bis ins hohe Alter arbeiten. Ihre Geld verdienen sie oft mit dem Verkauf von Losen oder Früchten oder was immer sich verkaufen läßt. Sie sind KEINE Fotomodels. Wer sie fotografiert, sollte wenigstens um Erlaubnis bitten und auch etwas kaufen von ihnen.

Kinder werden NIEMALS am Kopf angefasst.

Besucher und Expats aus dem Westen haben immer noch in Asien ein hohes Ansehen. Es wäre schön wenn es so bleibt.

Fuer diejenigen die es nicht glauben wollen: eben habe ich einen Bericht aus Vang Vieng bekommen, wo die Backpacker sich as Laos angeht besonders schrecklich benehmen; Die Folgen:

In the wake of increased rubbish dumping, local fishermen in Vangvieng district are being forced to fish with torches by night, so as to avoid stepping on broken glass. This makes their task very difficult as light can frighten fish, sending them darting every which way.

und weiter:

In an attempt to minimise damage to the surrounds, authorities have encouraged shop and bar owners to sell cans of beer instead of bottles, as they have a smaller impact on the environment. Many businesses along the river are abiding by the rules yet some still sell bottles to visitors because they can earn more profit doing so.
“The authorities have already put measures in place to ban shops and bars from selling bottled beer for visitors to take to the river, as the bottles which are often left in the water are damaging the environment. However, some shops have ignored the ban and we are looking for ways to reprimand them,” said Vangvieng district Deputy Governor, Mr Phonekeo Khounphon.:

Nachzulesen bei Laovoices.com

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Jul
12
2010
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Ab in die Sonne: Worauf beim Reisen in warme Länder zu achten ist

Ich lebe jetzt seit drei Jahren in Asien und habe nicht einmal einen Sonnenbrand gehabt. Auch 10 Jahre Reisen haben mir höchstens 4 Mal einen roten Nacken beschert. Wen ich mir aber anschaue, wie hier in Laos, Vietnam und Kambodscha Touristen herumlaufen, möchte ich Aktien von dermatologischen Kliniken kaufen. Nicht nur dass die Sonne hier stärker scheint als in Deutschland und man schon deshalb aufpassen muss, man ist in der Regel als Tourist auch länger draussen. Und Sonnencreme alleine hilft eben nicht. (Es geht dabei übrigens nicht nur um Sonnenbrand. Ich rede vor allem von der Hautkrebsgefahr).

Wer also in sonnige Länder reist, sollte:

1. Schatten suchen wo immer es möglich ist
2. Einen Hut tragen und Kleidung, die mindestens die Schultern bedeckt, besser auch Arme und Beine
3. Die Zeit in der Sonne auf ein Minimum reduzieren
4. KEIN Sonnenbad am Strand nehmen
5. Genügend trinken. Und zwar nicht nur Wasser, sondern am besten Getränke mit Mineralien. Ein Bier am Abend zum Beispiel ist keine so schlechte Massnahme.
6. Rad- und Motobikefahrer sollten Handschuhe haben oder sich wenigsten die Handrücken eincremen.
7. Vorsicht bei Bootsfahrten, man unterschätzt gerne die Zeit die man da in der Sonne ist.

Written by thomaswanhoff in: Uncategorized |
Jul
04
2010
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Buddha Park (Xieng Khuan) In Vientiane, Laos

Der Buddha Park oder auch Xieng Khuan ist etwa 27 Kilometer ausserhalb von Vientiane und auf dem Weg zur Freundschaftsbrücle gelegen (genauer gesagt 6 Kilometer hinter ihr). Von der Stadt aus mit einem Auto dauert es etwa 40 Minuten. Der Park besteht aus vielen Buddha-, aber auch Hindustaturen. Der Erbauer, Luang Pu Bunleua Sulilat , wollte Buddhismus und Hinduismus vereinen. Dies zeigt er in dem 1958 geschaffenen Park. allerdings musste er 1975 nach Thailand fliehen, wo er einen ähnlichen Park schuf. Eintritt 5000 Kiep, für Kamers werden nochmal 3000 Kiep verlangt (knapp ein Dollar zusammen).

Written by thomaswanhoff in: Asien |

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