Jan
15
2014
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Ganz Thailand an einem Tag: Ancient Siam

Thailand hat neben seinen Stränden und der Metropole Bangkok auch jede Menge Kultur zu bieten. Viele Touristen, vor allem jene die zum ersten Mal hierherkommen, schaffen es aber nicht, alle Sehenswürdigkeiten ausserhalb der Hauptstadt anzuschauen.

Für diese gibt es einen kleinen Trick.
Floating village Ancient Siam
Etwa 30 Minuten von der BTS Endstation Bearing entfernt liegt die Anlage “Ancient Siam“. Es handelt sich dabei um eine Art Mini-Thailand, in dem viele historische Tempel und Anlagen nachgebaut sind. Und das Ganze in einer sehenswerten und preiswerten Art und Weise. Mich erinnert es ein wenig an den Hessenpark nördlich von Frankfurt, in dem alte hessische Bauernhäuser wieder aufgebaut wurden.Hier gibt es quasi einen Appetitthappen von dem, was das Land des Lächelns alles zu bieten hat. 

Im Ancient Siam sind es zwar nicht alles Originale die man sieht, aber vieles ist originalgetreu. Mich hat zum Beispiel das Isaan-Dorf beeindruckt: Genau so sieht ein Dorf im Nordosten Thailands, dem Isaan-Gebiet, auch aus. Die Leute die dort ein paar Souvenirs verkaufen sprechen sogar den Isaan-Dialekt, der dem Laotischen sehr ähnlich ist. 

Oder der Preah Vihar Tempel, der eigentlich an der Grenze zu Kambodscha steht und immer wieder für Besichtigungen geschlossen ist. Hier kann man ihn sich trotzdem anschauen. Er ist im kleinen Maßstab nachgebaut, wie im Original auf einem Felsen, der eigens aus Beton gebaut wurde (was man aber nicht sieht, es sieht wirklich aus wie ein Felsen).

Natürlich dürfen auch andere thailändische Dörfer nicht fehlen.
Wer schon mal üben will für seine Reise durchs Land kann am schwimmenden Markt auf Booten balancieren und zuschauen wie eine thailändische Nudelsuppe gemacht wird.
Miniatur Prehar Vihear Oder aber den drei Pagoden Pass, der im Original an der Grenze zu Myanmar ist, entlang fahren und schon mal die Fotomotive festlegen.

Das Gelände hat von oben betrachtet auch die Form von Thailand, man betritt es vom Süden her, was Malaysia entspräche. Gebaut wurde es schon 1972, erschaffen von einem thailändischen Unternehmer names Khun Lek (Praphai) Viriyapan. Zur Eröffnung kamen der thailändische König und die britische Königin.

Weil das Gebiet sehr groß ist, kann man sich entweder gratis Fahrräder ausleihen, einen Golfwagen mieten oder mit den kleinen offenen Bussen fahren, die regelmäßig verkehren.

Der Eintritt kostet 500 Baht pro Person, dafür bekommt man aber auch eine Karte des Geländes und eine Beschreibung auf Deutsch. Man kann hier locker einen ganzen Tag verbringen.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Nov
28
2013
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UPDATE: Situation in Bangkok

Hier mal ein kurzes Update für alle die über Weihnachten nach Bangkok wollen uns ein wenig Angst haben was hier los ist. Zur Zeit besetzen Demonstranten der Opposition FRIEDLICH einige Ministerien. Das heisst auch dass bisher die Regierung nichts unternommen hat das zu verhindern, weil man auf alle Fälle Gewalt verhindern will.
Keiner weis so recht wie das ausgehen wird. Die Opposition will die Regierung zu Fall bringen und man hört bereits Töne dass man die Verfassung ändern will – weg von einer Demokratie hin zu … das weiss man da wohl selbst noch nicht. Für diesen Fall könnte entweder die Regierung die Geduld verlieren und die Proteste niederschlagen oder aber, wie eigentlich üblich in Thailand, die Armee schreitet ein und übernimmt erst mal.
Alle Szenarien haben eines gemein: Sie werden sich, so die Erfahrung, in bestimmten, isolierten Bereichen in Bangkok abspielen. Man sollte diese Bereiche meiden und bei Reisen ins Land ebenfalls keine Demonstrationen besuchen. In der Regel wird vor Gemeindehäusern und Landratsämtern demonstriert, nicht aber vor Sehenswürdigkeiten.
Ich kriege hier im Süden Bangkoks gar nichts mit von den Demos und noch ist auch der Shopping-District nicht betroffen. Grand Palace und Wat Po sind ebenfalls zugänglich. Also, wer eine Thailandreise geplant hat, nicht aufregen, das wird schon….

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Nov
01
2013
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Bitte keine Elefanten-Trekkings machen

Ich habe sie selbst gemacht, und das im besten Glauben: Elefanten-Trekkings. Das Problem ist nicht so sehr das Reiten selbst. So ein Elefant schafft das schon zwei Ausländer und einen Mahout 3-4 Stunden auf dem Rücken zu haben. Und ich habe in Laos das Elephant Village eigens ausgesucht, weil dort die Elefanten eben nur halbtags arbeiten, in den Wald zum Fressen gehen dürfen und ausserdem ärztlich versorgt werden. Zudem ist es für manche ein Rescue Center – sie wurden bisher zum Arbeiten im Wald eingesetzt.

Das Problem mit den Elefanten in Asien is, wie sie gezämt werden. Es gibt hier keine Elefantenflüsterer. Es gibt nur Haken und Ketten. Es gibt Videos von Tierschutzorganisationen, wie das passiert.

Das ist KEIN Einzelfall, sondern die Regel. In Thailand wie auch in Laos ist das die anerkannte Methode.

Wer nach Thailand kommt, sollte einen Abstecher nach Hua Hin machen. Das sind 3 Stunden Autofahrt von Bangkok, und dort kann man einen Tag bei der Wildlife Friends of Thailand Foundation WFFT verbringen. Diese Organisation kümmert sich um Tiere, die in der Regel als Arbeitstiere gehalten und misshandelt wurde, oder als Haustiere. Elefanten, Affen und Bären stehen ganz oben auf der Liste.

Pool time

Die Tour führ durchs das große Gelände, man darf mit einem Elefanten durch den Wald laufen und ihn später duschen und schrubben. Ausserdem gibt es leckers Essen und man unterstützt eine wirklich hilfreiche Organisation.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Sep
27
2013
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Die Sache mit dem Budget: Zehn Tipps zum günstigen Reisen

Eines der großen Probleme das viele Menschen mit Fernreise haben ist das Budget. Gerade wer mit Familie unterwegs ist, muss aufpassen, wie teuer eine Reise wird. Wahrscheinlich ist das der Grund warum die meisten Deutschen Urlaub immer noch in Deutschland und Europa machen.

Origami Geld Segelschiff

Ich bin der letzte der von jedem verlangt nach Asien zu kommen. Aber ich kann es trotzdem empfehlen. Ein paar kleine Tipps gibt es schon, wie man sich auch eine lange Reise leisten kann, ohne gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen.

1. Rucksackreise
Heute sind Rucksackreisende (Backpacker) vor allem junge Leute die nach der Schulausbildung billig die Welt sehen wollen. Aber eigentlich gibt es keine Altersbeschränkung. Grundsätzlich gilt: Günstige Hotels und Gästehäuser suchen, lokale Restaurants benutzen, lokalen Transport. Das tut dem Geldbeutel schon mal gut. (Beim Transport aber aufpassen: In vielen Ländern entsprechen Busse nicht europäischen Sicherheitsstandards)

2. Preise vergleichen
Nicht gleich den erst besten Flug buchen, sondern Preise mehrerer Linien vergleichen. Wer sparen will, kann längere Flüge buchen, die ein oder zwei Umsteigen haben, dafür aber günstiger sind. Gleiches gilt für Pauschalreisen und Hotels: Auch hier haben verschiedene anbieter oft verschiedene Preise.

3. Nach Promotions und Sonderangeboten suchen
Eine einfache Google-Abfrage bringt da schon einiges Zutage. Ausserdem ist es keine schlechte Idee sich bei den Newslettern diverser Reiseanbieter anzumelden, um immer neueste Angebote zu bekommen.

4. Bei Freunden und Bekannten unterkommen
Ein großer Teil des Geldes bei einer Reise geht für die Unterkunft drauf. Wer nicht gerade mit zehn Jugendlichem im Großraum schalfen will, der kann sein Netzwerk aktivieren. Kenne ich Leute im Zielland, oder kenne ich jemanden der jemanden kennt? Eine Anfrage bei Facebook kann schon Wunder wirken.

5. Low Season nutzen
Die Low Season wird gerne auch als Regenzeit bezeichnet, was viele abschreckt. Tatsächlich aber hat das Vorteile, wie ich schon einmal geschrieben habe.Hotels bieten Superkonditionen, Flüge sind auch billiger und sogar beim Essen kann man sparen. Auch hier gilt es im Land der Reise nach guten Deals zu schauen.

6. Alleine reisen
Jetzt mal ehrlich, warum kann Mama sich nicht mal was Gutes tun und Papa zeigen, ob er wirklich den Urlaub nutzen will, um viel Zeit mit den Kindern zu verbringen? Früher gab es mal das Müttergenesungswerk, dass dafür zuständig war. Die Rechnung ist doch einfach: Wenn nur eine Person reist, dann ist die Budgetfrage eine andere.

7. Gruppenreisen
Weil Gruppen natürlich bessere Konditionen bekommen, können viele Veranstalter gute Preise anbieten. Dabei gilt es aber genau hinzuschauen: Ist der Preis sehr niedrig, gibt es vielleicht versteckte Kosten.

8. Weniger kann mehr sein
Manchmal macht Kleinvieh auch Mist: Beim Hotel die günstigste Kategorie nehmen, beim Flug sehr früh buchen, beim Hotel kein Frühstück nehmen, keine Souvenirs kaufen (die sind eh nur Staubfänger), mit leichtem Gepäck reisen (kann bei billigen Inlandsflügen sparen).

9. Gesunden Menschenverstand nutzen
Auch wenn Backpacker glauben mit Büchern wie dem Lonely Planet ganz billig unterwegs zu sein, ist dem nicht immer so. Zum einen sind die Preise in Touristenhochburgen für alle hoch. Zum anderen sind die Daten oft veraltet. Wo viele Menschen sind ist es teuer, wo wenige sind, eher billig. Großstädte bieten hervorragende Möglichkeiten, sich zu Fuß abseits der Sehenswürdigkeiten umzuschauen. Was ist schon das Bild des Wat Pu in Bangkok verglichen mit dem kleiner Thailänder, die in einer Nebenstraße Fußball spielen und dann mit dem Ausländer ein wenig Englisch reden wollten?

10. Scams vermeiden
Dazu gehört auch gesunder Menschenverstand. Einheimische stehen nicht vor Sehenswürdigkeiten weil die Touristen helfen wollen. Ein Rikschafahrer weiß keine gute Unterkunft oder Bar. Kein Mensch verteilt Gratis Vogelfutter oder Blumen. An einem unbekannten Strand bei einer Party Getränke herumstehen zu lassen ist keine gute Idee – Knockoutdrogen sind da schnell reingeschmissen und am nächsten Tag ist alles weg.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Sep
25
2013
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Man muss nicht jede schlechte Erfahrung selber machen

Nico und Robin sind derzeit in Asien unterwegs und ihnen ist passiert, was auch viele andere erleben: Bei der Fullmoonparty hat Robin wohl irgendwas ins Getränk bekommen (GHP ist ein guter Kandidat) und als er wieder aufwachte waren Erinnerungen und iPhone weg.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Man sollte im Urlaub nicht tun was man zu Hause auch nicht machen sollte. Gerade wenn Alkohol im Spiel ist kann es gefährlich werden.

Grundsätzlich gilt: Wo große Menschenansammlungen sind lauern auch Gefahren. Ob das das Waterfestival in Kambodscha ist, Sonkran in Thailand oder Neujahr in Vietnam: Bei diesen Festen kommen viele vom Land in die Stadt um Geld zu machen. Das kann mit dem Verkauf von Blumengebinden sein, oft sind es aber Taschendiebe und Trickdiebe die unterwegs sind. Hier gilt: Immer eine Tasche haben, die verschlossen werden kann und die quer über die Schulter trägt.

Kleinen Kindern wird immer gesagt die sollen nicht mit Fremden weggehen, aber viele Touristen scheinen das zu vergessen. Der freundliche Einheimische der eine Abkürzung kennt oder ein Waisenhaus oder einen anderen Palast ist immer ein Betrüger. Warum bitte sollte jemand aus lauter Freundlichkeit
dort herumlungern?

Kleinen Kindern wird auch gesagt sie sollen sich nicht streiten. Gerade in Asien ist es eine ganz schlechte Idee, sich mit Einheimischen zu streiten. Das kann schon auch mal tödlich enden.

Unbekannte Gewässer sind UNBEKANNTE Gewässer, also springt man da nicht einfach rein, auch wenn die anderen es tun. Wir hatten in Laos jede Menge Tote, die aus dem Fluss in Luang Prabang geholt wurden. Gleiches gilt für Strände in Thailand: Eine rote Flagge hat einen Sinn. Man geht dann nicht ins Wasser.

Ein Helm ist der einzige Schutz bei einem Motorradunfall, und Unfälle gibt es jede Menge in Asien. Und betrunken fährt man nicht gut, das ist ein Fakt. Also nur mit Helm und nur nüchtern.

Nur weil man etwas nicht weiß heißt das nicht es ist nicht passiert. Natürlich veröffentlichen Reiseländer keine Statistiken über tote und verletzte Ausländer. Ist nicht gut für Geschäft. Tatsächlich aber sagte mal der kanadische Botschafter in Thailand er schicke jede Woche einen Sarg nach Hause. Laos hatte einen Rekord an toten Ausländern im vergangenen Jahr.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Sep
03
2013
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Jetski-Betrug: Am besten gar nicht erst mieten

Jet Ski-1407
Es ist einfach verlockend: Tolles Meer, tolles Wetter, toller Strand und endlich mal Gelegenheit, auf einem Jetski durch die Bucht zu rasen. Überall wo Wasser ist in Thailand kann man diese Jetskis mieten. Man muss entweder ein Deposit hinterlegen oder den Reisepass. Es gibt sogar eine Versicherung, sagt zumindest der Verkäufer. Und weil man jetzt schnell ins Wasser will, wird nicht so genau hingeschaut, in welchem Zustand der Jetski ist.
Das böse Erwachen kommt bei der Rückkehr. Plötzlich sind da Schäden, obwohl man keinen einzigen Felsen auch nur gestreift hat. Egal, sagt der Jetski-Besitzer, Du musst bezahlen für den Schaden. Und das kann teuer werden. Auch wenn der Ladenbesitzer kein Recht hat einen Pass einzubehalten, zieht der Kunde immer den kürzeren. Es hilft auch wenig, die Polizei zu holen. den die macht meisten gemeinsame Sache mit den Jetskiscammern. Oder ist nicht sonderlich interessiert in diesen Fällen. Bisweilen kann man den Honorarkonsul anrufen, aber wie gerade in Phuket geschehen bekommt der auch Drohungen örtlicher Offzieller.
Auch wenn die lokalen Behörden immer wieder betonen, gegen die Betrugsmasche vorzugehen, passiert ausser der Ankündigung wenig.
Kaum eine Woche in der es nicht zu massiven Zahlungen gekommen ist. Der Australische Botschafter hat schon ausdrücklich vor den Vermietern gewarnt.
Und dabei spaßen die Betrüger nicht. Schnell sind Waffen gezogen, Messer, Pistolen, sogar Gewehre, wie im Video zu sehen ist.

Das Lächeln in Thailand verschwindet schnell wenn es um Geld geht. Westliche Denkweisen, man möge doch nett zu Kunden sein helfen nichts (vor allem nicht wenn 100 Millionen potentielle neue asiatische Touristen praktisch vor der Tür stehen).
Die Denke “Mir passiert schon nichts” ist nicht ratsam, gerade in Pattaya, Phuket, Koh Samui, Koh Phiphi und Koh Pangan – also dort wo die Hotspots sind. Im Zweifel lasst es besser sein. Es gibt genug andere schöne Dinge die man machen kann. Und wer es unbedingt will, der sollte am besten im Hotel nach fragen (Hotel, nicht Guesthouse, die stecken oft genug unter einer Decke). Dann den Jetski genau untersuchen und am besten Fotos machen. Immer einen Zeugen dabei haben. Niemals den Pass hinterlegen. Immer die Nummer der Touristenpolizei dabei haben 1155 für Phuket, 038 429 371 für Pattaya

Eine gute Übersicht wovor man sich noch in Acht nehmen sollte gibt es hier.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Aug
20
2013
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Tierleben in der Großstadt Bangkok

Man mag es nicht glauben, aber selbst in einer Großstadt wie Bangkok leben wilde Tiere. Die bekanntesten dürften die Monitor Lizards sein. Dabei handelt es sich um Tiere der Gattung Warane. Warane haben wie Schlangen eine lange gespaltene Zunge, die das Doppelte der Kopflänge erreichen kann. Das Auge hat eine runde Pupille. Es gibt sie in Größen zwischen 23 cm und 3 Meter. Die in Bangkok ansässigen Arten liegen eher im Mittelfeld. Wer einen Waran sehen will, kann in den Lumpini-Park gehen, dort sind eigentlich immer welche. Man kann sich ihnen nähern, allerdings sollte man einen gewissen Abstand halten. Sie können mit ihrem Schwanz schnell ausschlagen. Sollte es zu einem Biss kommen, SOFORT ein Krankenhaus aufsuchen.

Look what I just found on my tree (after the dogs chased him there) #monitorlizard
Die Tiere gehören zur Fauna Thailand, und können wunderbar in der Großstadt überleben. Ich selbst habe ein kleineres Exemplar ab und an in meinem Garten (siehe Foto, als meine Hunde ihn auf den Baum gejagt haben). Man sieht sie überall in Bangkok, mal an Straßen entlang laufend, sogar im Garten der amerikanischen Botschafterin leben welche. Die hätte der Secret Service besser fragen sollen, als er sich zum Gespött der Stadt machte. Die Agenten begegneten nämlich ein paar Waranen bei ihren Sicherheitschecks zum Obama-Besuch und zogen sogar die Waffen.

snake11
Was auch gerne mal vorkommt ist eine Python im Garten. Freunde von mir hatten eine einige Meter große Schlange, die es schaffte, drei Männern zu entkommen, die sie festhalten wollten. Gerade wer einen großen Garten hat mit Bäumen sollte ab und an mal nachschauen. Es gibt in Bangkok einen eigenen Service den man rufen kann, wenn so ein Python zu Gast ist.

Ebenfalls Schlange, aber noch gefährlicher sind Kobras. Auch sie können sich in der Innenstadt ein Heim suchen, wenn auch eher selten. Wer mehr über Schlangen wissen will sollte zur Snake Farm gehen, da darf man einige auch mal anfassen.

Als es die großen Überschwemmungen gab, wurde sogar Krokodile in der Stadt gefunden. Sie wurde schlicht aus illegalen (oder auch legalen) Farms rausgeschwemmt. Die Krokodilfarm in Samut Prakan ist übrigens nicht empfehlenswert zu besuchen. Die Haltung der Tiere dort genügt nicht einmal einfachsten Standards.

Das Gleiche gilt wohl auch für das Tigerkloster. Ich war zweimal dort, allerdings schon vor einigen Jahren. Zu dieser Zeit war es ein recht einsamer Ort im Wald. Beim zweiten Besuch waren schon größere Menschenmassen dort, und mittlerweile hat der Tourismus dort überhand genommen. Das bedeutet viel Stress für die Tiere. Es gibt Berichte nach denen die Tiger dort mit Drogen ruhig gehalten werden.

Wilde Tiere aber leider nicht in der Wildnis sind die Stadt-Elefanten. Eigentlich darf man keine Elefanten in Bangkok halten, aber Gesetze und Regeln interessieren hier nicht wirklich jemanden. Und deshalb sieht man hier und da immer noch einen Babyelefanten und seinen um Geld bettelnden Besitzer. Wer in Thailand Elefanten sehen will, sollte in ein Camp gehen. ABER: Bitte sich vorher informieren, wie die Elefanten dort gehalten werden. In den meisten Camps, vor allem unter lokalen Besitzern, leiden die Tiere enorm.

Baby Elephant

Eine gute Organisation ist Wildlife Friends Foundation Thailand. Hier kann man sich hervorragend über das Wildleben in Thailand, und auch in Bangkok informieren.

Wer richtig eintauchen will in die Dschungel Thailands kann eine Tour durch einen Nationalpark machen. Diethelm Travel (meine Frau arbeitet dort) bieten solche Ausflüge an.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Aug
15
2013
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Phuket: Exklusiver Urlaub in Traumhotels

Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele für Touristen aus aller Welt. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass der Suvanabumi Flughafen die am meisten fotografierte Location auf Instagram ist. Eines der Erfolgrezepte ist die Vielfalt, die Thailand zu bieten hat. Wer Natur erleben möchte, kann nach Chang Mai fahren oder in einen der National Parks im Süden des Landes. Kulturinteressierte sollten eine Tour durch den Nordosten machen. Wer Party und asiatisches Citylife haben möchte, wird in Bangkok alles finden was das Herz begehrt. Und dann bleibt noch der Urlaub am Meer.

Neben den Inseln rund um Koh Samui ist Phuket noch immer das am meisten begehrte Reiseziel. Auch bei mir steht es auch noch auf der Liste. Nun ist Phuket nicht gleich Phuket. Entscheidend ist, wo man sich niederlässt. Natürlich gibt es jede Menge Gästehäuser und 2-3 Sterne Hotels für den schmalen Geldbeutel. Wer es mit Stil haben will, für den gibt es Traumressorts, die einen jede Sorgen vergessen lassen.

Zur Orientierung: Das ist die Insel Phuket.
Phuket
Was man aus TV-Reportagen kennt, ist der westliche Teil der Insel rund um Patong Bay. Hier sind die Nachtclubs, Packbacker-Hostels und vor allem jede Menge Touristen.

Wer es etwas ruhiger haben möchte und keine Lust hat, sich mit Hunderten Fremder am Strand zu drängeln, der sollte sich die Ressorts weiter unterhalb anschauen. Paresa Resort ist eine dieser exklusiven Anlagen, die an der Steilküste liegen und atemberaubende Anblicke bieten. Das Resort ist in die natürliche Umgebung eingebunden, man fühlt sich fast wie mitten im Urlaub. Stilistisch ist es ebenfalls Extraklasse, angelegt als moderne Interpretation traditioneller thailandischer Architektur. Das Besondere: Während für die meisten Ressort immer noch der nördliche Jim-Thompson-Stil tonangebend ist, wurden hier Stilelemente des südlichen Thailands eingebunden.

Paresa Resort Phuket

Zimmer gibt es hier nicht, sondern entweder Villas oder Suites. die haben verschiedene Größen und auch Preisklassen, haben aber alle Aussicht aufs Meer und bieten je nach Preisklasse eigenen oder geteilten Infinity Pool und Espressomaschine. Wer es richtig krachen lassen kann, mietet den “Dedicated Dreammaker butler service in Cielo villas”. Wer an den Strand möchte, kann das Shuttle zum Kamala-Beach in Anspruch nehmen.

Ich persönlich bin kein Strandmensch, sondern bin mit einem schönen Pool und einer tollen Aussicht zufrieden. Vor allem schätze ich Ruhe, und die bekommt man vor allem in Ressorts. Wenn es dann noch ein wenig Klasse hat, umso besser.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Hotels,Thailand |
Jun
18
2013
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Kambodscha hat ein neues, kleines Angkor Wat: Mahendraparvata

Es hat lange gedauert, und keiner wusste so wirklich was man am Ende finden würde. Aber dann waren es ausgerechnet Computer, die das große Bild schufen. Das von Mahendraparvata, einer bislang unbekannten verlorenen mittelalterlichen Stadt nahe des Berges Phnom Kulen. Das Besondere: Sie wurde 350 Jahre vor dem Bau der berühmten Tempelanlage Angkor Wat im Nordwesten Kambodschas gebaut.

LIDAR Scan Cambodia

Damian Evans ist ein Wissenschaftler der Universität Sydney führte mit lokalen Helfern die Expedition durch den Dschungel. Um zu wissen, wohin er gehen musste, hatte man die Gegend mit der LIDAR Methode vermessen. Dabei wird – ähnlich wie beim Radar – ein Gebiet mit Laserstrahlen abgetastet. Und als man alle Daten zusammenhatte, sah man es: Strassennetze und Strukturen, die man niemals vom Boden aus bemerkt hätte. Nun wussten die Wissenschaftler, wohin sie gehen mussten. Ausgestattet mit GPS-Empfängern schlugen sich Evans und seine Kollegen durch den Dschungel, immer auf der Hut, weil es dort neben allerlei gefährlichen Getier auch noch Landminen gibt.

Zwei Dutzend Tempelanlagen hat man bisher gefunden. Viele sind im Boden verborgen, lediglich hier und da finden sich ein paar behauene Steine, die von der frühen Kunst der Khmer zeugen. Noch gibt es viele Rätsel zu lösen, wie das der kleinen Hügel am Phnom Kulen. Man vermutet es seien Grabanlagen, aber ob das stimmt, müssen erst weitere Untersuchungen zeigen.

Man weiss, dass die Stadt auch noch zur Angkok Wat-Zeit bewohnt war, man weiss aber auch, dass sie schon vorher gebaut und bewohnt war. Warum sie verlassen wurde, ich nicht bekannt. Es könnten an fehlenden Ressourcen gelegen haben: Irgendwann wurde die Stadt zu gross und konnte ihre Bewohner nicht mehr mit Wasser und Brennholz versorgen. Denn wie heute im Dschungel hat sie nicht gelegen: Man weiss aus Angkor Wat, dass damals großflächig Wälder abgeholzt wurden, weil man das Holz als Bau- und Brennmaterial benutzte.

Mehr dazu bei The Age

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha |
Jun
17
2013
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Von wegen Regenzeit: Die beste Zeit für eine Asienreise

Es gibt so bestimmte falsche Vorstellungen von Asien. Eine davon ist der Mythos der Regenzeit. Denn viele Menschen glauben, es würde immer regnen während der Regenzeit. Manche Touristikunternehmen haben schon begonnen, statt Rainy Season Green Season zu sagen. Und da ist etwas dran. Denn eigentlich ist die Regenzeit die beste Zeit für Touristen, die nach Asien reisen wollen.

Rice planting season in Laos

Warum? Nun, zum einen ist das mit dem Regen gar nicht so schlimm. Meistens sind das kurze (aber durchaus heftige Schauer). Da schaut man sich ab, was die Einheimischen hier machen: Unterstellen und warten bis es vorbei ist. Der große Vorteil an den Regenschauern ist, dass es danach immer ein wenig kühler ist. Ausserdem bedeuten Wolken auch keine Sonne, und das ist schon mal angenehm im tropischen Klima. (Überhaupt ist das mit der Sonne so eine Sache: Jeder will sie im Urlaub, aber dann klagt man über die Hitze. Und für die Haut ist sie auch nicht gut).

After the rain
Aber es gibt auch andere Gründe: Während der Regenzeit ist die Vegetation am schönsten. Die Vegetationsperiode in Asien (überhaupt in den Subtropen) ist viel länger als in Europa. Alles ist grün hier, die Blumen und viele Bäume blühen. Nicht zu vergessen das jetzt gerade der Reis gepflanzt wird, und was ist ein schöneres Fotomotiv als junge Reispflanzen. Es gibt mehr Obst auf den Märkten zu kaufen, und wer nicht nur am Strand ist, sondern auch in die Berge oder ins Landesinnere fährt, wird das Land von einer ganz anderen, sehr bezaubernden Seite sehen (das gilt für alle Südostasiatischen Länder).

Angkor Wat
Sogar der Geldbeutel wird geschont, und zwar gleich mehrfach. Viele Reiseanbieter haben günstigere Preise in der so genannten Nebensaison. Das kann man schon mal ausnutzen. Aber auch in den Ländern selbst sind manche Restaurants während der Regenzeit günstiger, Ausflüge gibt es mit Discount. Da kann man richtig sparen. Und schließlich ist es an vielen Sehenswürdigkeiten nicht so voll. Kein Schlangestehen am Wat Prakeao in Bangkok, keine Touristenansammlungen in Angkor Wat, reine Idylle in Luang Prabang/Laos.

Written by thomaswanhoff in: Asien |

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