Aug
07
2014
--

Urlaub in Asien ist nicht gefährlich, aber…..

Gerade machen wieder weniger gute Nachrichten aus Malaysia die Runde: In Kuching sind zwei junge Engländer erstochen worden.

Police said Neil Dalton and Aidan Brunger were killed in an alcohol-fuelled incident and four men had been arrested in connection with their deaths.

In Pattaya ist ein Amerikaner mit mehreren Messerstichen ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er sich mit einem Einheimischen gestritten hatte. Dieser hatte ihm wohl die Vorfahrt genommen.

Vor etwa einem Jahr hatte ein Taxifahrer ebenfalls einen Amerikaner mit einer Machete nicht weit von unserer S-Bahn-Station zerhackt. Der Fahrgast hatte sich über einen zu hohen Fahrpreis beschwert und dann wohl dem Taxifahrer Kaffee ins Auto geschüttet.

Es gibt zahllose solcher Fälle, aber kaum Statistiken. Das soll nicht heissen dass es hier in Asien sehr gefährlich ist. Es ist hier so gefährlich wie überall auf der Welt. Aber es gibt ein paar Besonderheiten.

Zum einen denken Touristen oft, dass sind hier alles nette, friedliebende Menschen, die lächelnd und beseelt durchs Leben schweben. Dem ist nicht so. Die meisten Menschen müssen hier sehr hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Acht Stunden Tage sind weitgehend unbekannt. Dazu kommen mangelnde Erziehung und Bildung, Drogen- und Geldprobleme.

Zum anderen können Asiaten oft mit spontanen Wutausbrüchen von Ausländern nicht umgehen. Nicht dass Thailänder nicht auch wütend werden können, das können sie sogar gut. Aber es dauert ein wenig länger als bei uns. Und sie fühlen sich durchaus bedroht, wenn so ein 2 Meter Amerikaner anfängt loszuschreien.

Messer sind eine legale – weil für andere Zwecke nutzbare – und einfach zu handhabende Waffe. In dieser Region werden viele Konflikte noch mit der Waffe ausgetragen und die Schwelle die Waffe zu benutzen ist mit Sicherheit niedriger als in westlichen Ländern (auch wenn die USA bei diesem Rennen auch ganz vorne ist).

Bei den beiden ersten oben genannten Fällen kam hinzu, dass sowohl Alokohl im Spiel war als auch die späte Tages- bzw. Nachtzeit. Deshalb mein dringender Rat: Erstens sich nicht betrinken und dann nachts durch die Straßen ziehen. Zweitens jedem Konflikt aus dem Weg gehen und den Ärger runterschlucken. Auf keinen Fall andere provozieren. Ich bin in 7 Jahren in Asien noch nicht annähernd in eine gefährliche Situation geraten, aber auch nur weil ich meine eigenen Ratschläge befolge.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Jul
30
2014
--

Der Palast in Bangkok hat immer offen

Gestern mussten wir auf die deutsche Botschaft, um eine Wohnsitzbescheinigung zu bekommen (was dort 50 Euro kostet, eine Unverschämtheit). Dort trafen wir eine deutsche Familie, die recht frustriert war. Was war passiert?

Grand palace
Die Eltern samt zwei Kinder waren vorgestern in Bangkok angekommen und wollten gestern gleich die obligatorische Tour zum Grand Palace machen. Sie fuhren mit der Bahn zum Pier am Sapan Thaksin, und auf dem Weg zum Boot hielt sie ein Tuktukfahrer an. Er fragte wohin sie möchten und als sie sagten, zum Palast, antwortete er der Palast sei geschlossen. Er könne ihnen aber für wenig Geld ein paar andere Sehenswürdigkeiten zeigen. Die vier Urlauber willigten ein und los ging die Reise. Nach ein paar Tempeln hielten sie an einem Schneiderladen an. Dort, so sagte der Tuktukfahrer, gäbe es Weltmarken zu Sonderpreisen. Armani und so. Papa war ganz ausser sich und orderte nicht nur Anzüge, sondern bezahlte auch im Voraus: 1000 Euro (!). Am nächsten Tag, so der Schneider, würde man die Anzüge ins Hotel bringen. Er überreichte noch die Visitenkarten, und dann ging es zum Mittagessen. “Komisch, dass die hier keine Preise am Menu haben”, wunderte sich Muttern, und nach dem Mahl präsentierte man ihnen eine saftige Rechnung (sie haben mir den Preis nicht gesagt).

Irgendwann dämmerte ihnen, dass 1000 Euro eigentlich viel Geld seien, und sie suchten im Internet nach entsprechenden Stichworten. Schnell zeigte sich, dass sie wohl Betrügern aufgesessen waren. Sie gingen zur Polizei, die sie zur Botschaft schickte – was immer das für einen Sinn haben soll, ausser das in der Regel die Polizei mit den Betrügern unter einer Decke steckt, oder zumindest Zuwendungen für Wegschauen bekommt. (Was merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass sie nicht mal abgewartet haben, ob die Anzüge überhaupt geliefert wurden. Sie hatten auch keine Ahnung, wo der Laden eigentlich war, und ob die Visitenkarte wirklich stimmt).

Der Knaller zum Schluss: Beide Eltern arbeiten in Deutschland bei …. wait for it… der POLIZEI.

Was lernen wir:
Erstens: der Palast hat so gut wie NIEMALS geschlossen. Und wer sich nicht sicher ist, fährt trotzdem hin. Wenn die Tür zu ist, und nur dann, ist er geschlossen (was einmal im Jahr vorkommt, wenn überhaupt).

Zweitens: Man lässt sich nicht vorm erstbesten Tuktukfahrer abschleppen. Thais sind freundliche und liebe Menschen, aber wie überall auf der Welt, vor allem wo Touristen sind, wird die Leichtgläubgkeit von Urlaubern auch ausgenutzt. Ich würde grundsätzlich von Tukturfahrten abraten, sie sind teurer als Taxis, weniger sicher, und viele wollen betrügen. Wer es probieren will, soll es in der Innenstadt für eine kurze Strecke (Siam Paragon nach Asok zum Beispiel).

Drittens: Es gibt keine günstigen und guten Schneider in Bangkok. Punkt. Die Stoffe sind alle minderwertig, der Schnitt hat nichts mit dem zu tun, was bei der Anprobe gemessen wurde. Im übrigen unterstützt man damit oft auch Kinderarbeit oder Ausnutzung, weil die Anzüge von Familienmitgliedern über Nacht genäht werden.

Viertens: Ein normales Restaurant hat natürlich Preise auf der Speisenkarte. Billige Gerichte gibt es unter 100 Baht, der Durchschnitt für thailändische Gerichte in Touristengegenden ist 150 Baht. Über 200 Baht ist teuer, und muss schon gutes Fleisch oder Meeresfrüchte sein.

Es lohnt sich immer, nicht nur eine Fantasievorstellung vom Land zu haben, in das man reist, sondern mal nachzuschauen, was einen dort wirklich erwartet. Thailand ist ein Land wie jedes andere, es ist kein Freizeitpark in dem jeder Einwohner ein Angestellter im Tourismus ist. Der Tourismus macht 6 Prozent des BSP aus, ganz so wichtig ist er also nicht.

Natürlich kann man sich heute alles im Internet selbst zusammensuchen, günstige Hotels, Flüge, Touren. Aber manchmal, vor allem bei Touren und Hotels, kann das auch schief gehen. Wer es sich leisten kann, sollte mindestens nicht die billigste Kategorie nehmen (warum ist das wohl billig?). Besser, sicherer und komfortabler, wenn auch etwas teurer ist, mit einem Reiseveranstalter zu buchen. Das geht auch für Einzelreisende, man muss keine Gruppentour buchen. Das örtliche Reisebüro informiert da (hoffentlich) gerne.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Apr
18
2014
--

Die größte Wasserschlacht der Welt: Neujahr in Südostasien

Wenn die Thais im April Neujahr feiern, dann erlebt man dieses sonst eher zurückhaltende und schüchterne Volk von einer anderen Seite: Songkran heisst vier Tage lang feiern, was das Zeug hält. Und zum Feiern gehört Wasser, eine Menge Wasser. Was einst gedacht war als spirituelle Handlung (eine Art Waschung) hat sich im Laufe der Zeit zu einer gigantischen Wasserschlacht entwickelt. Wer in den vier Tagen von Songkran nicht nass werden will, muss zu Hause bleiben – oder im Hotel.
Songkran in Thailand

Aber nicht nur die Thais feiern so: Auch in Laos und Myanmar wird Wasser gespritzt als ob es keine Trockenheit gäbe (was übrigens ein Problem ist, weil es nämlich eine gibt). In Laos ist es Phi Mai (New Year), in Myanmar ist es Thingyan. Und man sagt, in Yangon sind die Wasserschlachten die heftigsten.

Wer in Bangkok feiern will, dem rate ich zu den Feiern an der Central World Shopping Mall. Hier feiern viele Thais, und man hat trotzdem eine tolle Party. Die Kaosan Road ist vor allem für Ausländer, meistens Backpacker, die sturzbetrunken halbnackt durch die Straße laufen. Silom Road ist ebenfalls eine Partyzone, aber ziemlich überlaufen (und in diesem Jahr wohl in Hand der Gay-Community).

In Laos kann mann das Neue Jahr sowohl in Lauang Prabang als auch in Vientiane feiern. Ersteres ist etwas ruhiger und spiritueller, in der Hauptstadt hingegen geht die Post ahn: Beer Lao hat eine eigene Partyzone, und die jungen Laoten haben ihren Spaß auf Pickups durch die Stadt zu fahren und jeden nass zu machen der in den Weg kommt. Am Phi Mai Sonntag gilbt es auch eine Prozession in der Innenstadt, während der nicht gespritzt wird.

People celebrating Lao Phi Mai in Vientiane

People celebrating Lao Phi Mai in Vientiane

Songkran ist übrigens weder eine thailändische Erfindung noch eine aus Laos. Es hat seine Ursprünge in Indien und wurde dann adaptiert. In Kambodscha wird ebenfalls im April gefeiert, und zwar das Wasserfest, aber ohne die Wasserschlachten. Statt dessen gab es dort in der Vergangenheit Bootsrennen am Fluss, nachdem aber vor einigen Jahren eine Massenpanik viele Tote forderte und später Demonstrationen in der Stadt den Rücktritt von Premier Hun Sen forderten, ist das Fest in den vergangenen Jahren abgesagt worden. Statt dessen gehen die Khmer in die Tempel und besuchen die Familie.

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha,Thailand |
Apr
04
2014
--

Angkor Wat entdecken mit Google Street View

Es ist eher Zufall dass ich Angkor Wat nochmal im Blog habe, aber die News ist einfach zu gut: Das Google Street View Team hat die Tempelanlage online gestellt. Wer möchte kann nun virtuell durch alle Tempel laufen und sich mal ein Bild davon machen, wie grossartig und weitläufig Angkor ist.

20140404-120929.jpg
Das Google Maps Team kam bereits 2013 nach Kambodscha und begann dort erfolgreich Phnom Penh zu kartieren. Für Angkor Wat wurden 90.000 Bilder in 360 Grad Ansich gemacht, und zwar von über 100 Tempeln. Das bedeutet, dass auch manche für Touristen geschlossene Tempel dabei sind.

Ich war etwa 12 Mal in Siem Reap und in Angkor, aber ich kann einfach nicht genug davon bekommen. Wer dem Link oben folgt bekommt ein paar direkte Links zu Tempel. Man kann auch einfach Angkor Wat bei Google Maps eingeben und dann Street View Modus einschalten. Aber Achtung: Man kann sich sehr schnell verlaufen. Gut dass der Ausweg nur einen Mausklick weit weg ist (oder einen Tap aufs Touchpad).

20140404-121019.jpg

Apr
03
2014
--

Waisenhaus-Tourismus: Nein, es hilft nicht Kindern in Kambodscha

Bei ETN ist gerade ein sehr engagierter Artikel über Waisenhaustourismus in Kambodscha erschienen, der sich an einem Bericht der Huffington Post aufhängt. Ich habe zwei Zahlen herausgepickt:

75 Prozent mehr Waisenhäuser
71 Prozent der Waisen haben Eltern

Kids near Siem Reap

In der Tat ist Waisenhaustourismus Big Business. Man tut nichts Gutes. Die Kinder arbeiten quasi als Waisen und müssen oft auch noch in Handarbeit Souvenirs herstellen, was gerne auch als eigenes Business dargestellt wird – nur gehen die Profite nicht an die Kinder.

Kostprobe aus dem Artikel:

Tourists are being bussed to these so-called orphanages in droves thinking they are doing something good when in fact it is more likely to be doing harm. Even Australian Geraldine Cox, supported by Cambodian Prime Minister Hun Sen, the “Queen of Orphanage Tourism” has said that there are many false places with no effective child care policies in-place.

Ein paar Erfahrungen die ich gemacht habe: Kambodschanische Kinder haben sehr wohl schon Weisse gesehen, und sie freuen sich nicht wenn westliche Touristen mal vorbeikommen. Was ich in Waisenhäusern und Schulen am meisten gehört habe war: “Aber Du bist ja nur einen Tag/Woche/Monat hier, dann gehst Du wieder.” Sie lernen auch nicht Englisch an einem Tag, und Fussball können sie auch untereinander spielen – meist besser als wenn übergewichtige Touristen schwitzend dem Ball hinterher rennen.

Volonturism hilft dem Gewissen der Touristen und den Bankkonten derer die es organisieren, aber nicht den Projekten vor Ort. Dann bitte zu Hause bleiben und dem Projekt den Reisepreis inklusive Flug überweisen (nicht aber einem Waisenhaus, bitte).

Huff Post Autor Adam Pervez (er nennt sich auch noch Professional Volonturist, was an sich schon eine Frechheit ist), scheint nicht wirklich eine Ahnung zu haben wie man hier in der Dritten Welt lebt, wenn er rät:

For those seeking to minimize their impact on the environment, use public transportation in cities and buses or trains to reach new destinations. Bring a water bottle with you and fill it with clean water wherever possible to avoid buying bottled water. You can also buy carbon offsets to mitigate your environmental impact for the miles you will travel. You will also get to walk a mile in local shoes, which often leads to incredible experiences.

Erstmal ist ein moderner Minivan mit neuester EU-Norm wesentlich umweltfreundlicher als die uralten Busse, und vor allem ist er auch sicherer. Die Straßen hier sind sehr gefährlich und in einem Fahrzeug ohne Sicherheitsgurt zu sitzen zeugt von Selbstmordabsicht. Das Auffüllen von Wasserflaschen ist eine Glaubensfrage und nicht wirklich überall möglich – ich habe das bisher nur in Thailand gesehen.

Volkommen albern ist aber das:

Shop or eat at a multinational chain and your impact is much less than shopping and eating at small, family-run stores and restaurants

Der Unterschied ist nämlich, dass Angestellte in den “multinational chains” erstmal überhaupt ein Gehalt bekommen, und in der Regel auch über dem Mindestlohn. Sie haben in der Regel auch genügend Zeit, nebenbei zu studieren und bekommen oft auch eine Sozialversicherung (ich habe mit Angestellten zum Beispiel von Pizza-Company genau darüber gesprochen). Ein Familienbetrieb bedeutet oft genug Ausbeutung, eben kein eigenes Gehalt, keine Sozialversicherung und keine Kontrolle über Arbeitszeiten. Aber es ist ja soooo authentisch von einem 12jährigen nachts um 1 Uhr noch eine Nudelsuppe für einen Dollar zu bekommen (man stelle sich vor welchen Anteil er davon bekommt).

Ich meine damit mitnichten dass wir mehr McDonalds und Co brauchen, sondern würde es gerne sehen wenn die kleinen Familienbetriebe endlich wenigstens die eigenen Gesetze und Bestimmungen einhalten würden.

Noch ein paar Links zum Thema Orphanage Tourism:

http://www.theguardian.com/world/2014/jan/02/cambodia-child-protection-workers-call-for-end-to-booming-orphanage-tourism

Hier gibt es noch gute Bilder von den Invasionen der Gutmenschen:

http://www.thomascristofoletti.com/portfolios/the-boom-of-the-orphanage-tourism-in-cambodia/

Und schliesslich muss man der Huff Post zu Gute halten, dass sie auch anders kann:

http://www.huffingtonpost.com/daniela-papi/cambodia-orphanages-_b_2164385.html

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha |
Mar
31
2014
--

Im Luxus-Zelt wohnen und Angkor Wat entdecken

Angkor Wat war, als ich in Kambodscha wohnte, so etwas wie unser zweites Zuhause. Natürlich wollten alle Freunde und Verwarnte die uns besuchten dorthin, und sehr oft hatte meine Frau geschäftlich dort zu tun. IN der Regel haben wir in der Stadtmitte gewohnt und von dort aus unsere Touren gemacht. Jetzt gibt es aber eine etwa aussergewöhnliche Alternative: Übernachten im Luxuszelt. Diethelm Travel (ja, das ist die Firma in der meine Frau arbeitet) bietet ein sehr extravagantes Paket an.
Luxus Zelt Kamboscha
Die Zelte sind geräumige Wohnzelte wie man sie eher von afrikanischen Zeltcamps kennt und mit allem ausgestattet, was man auch in einem Hotelzimmer findet. So ist ein großes Doppelbett Standard. Im Zelt hat man 40 Quadratmeter Platz, und praktisch angebaut ist ein Bad mit Dusche und Toilette. Wer gleich seine Freunde mitbringen will, kann das tun: Bis zu 10 Gäste können im Zeltcamp untergebracht werden.
Luxuszelt Kambodscha
Das Camp wird aufgebaut wo immer man es möchte (und die lokalen Behörden es zulassen). Direkt am Angkor Wat Tempel geht das natürlich nicht, dafür aber in den Aussenbereichen, zum Beispiel Am Flussufer, auf einem den nahen Berge, bei einem der etwas ausserhalb gelegenen Tempel oder mitten im Dschungel. Für die Tempelcamps stehen Preah Khan Thom, Banteay Ampeul Temple, Koh Ker Temple, Kampy and Sambor Prei Kuk Temple zur Verfügung.
Bad im Luxus Zelt
Gekocht wird vor Ort vom eigenen Chef, der im Open Air Esszimmer die Speisen auch serviert. Buchen kann man das Ganze über Diethelm Travel Kambodscha. Am ersten Tag wird man im Mercedes Benz E280 vom Chauffeur abgeholt. Nach dem Mittagessen geht es zum Helikopterflug (20 Minuten) über Angkor und dann zu den Tempel selbst. Am nächsten Morgen geht es ins Zeltcamp und zum verlassenen Beeng Mealea Tempel und am Nachmittag zum Loh Kor Tempel. Geschlafen wird dann im Camp, dort gibt es auch ein Khmer Abendessen.

Mit 600 Dollar pro Person für die 3 Tage ist die Tour nicht billig, aber ihr Geld wert, finde ich. Ist halt auch eine Luxustour. Man kann die Tour auch umstellen, wobei dann natürlich Mehrkosten entstehen.

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha,Travel |
Mar
28
2014
--

Mit dem Rad in Bangkok

20140328-102710.jpg

Eine Millionenstadt wie Bangkok ist mit Sicherheit nicht der erste Ort an den man denkt, wenn es ums Radfahren geht. Und in der Tat sind Verkehr und Straßen nicht wirklich der ideale Ort für Radfreunde. Aber: Wer ein wenig besser Bescheid weiss, der kann sich mit dem Rad sehr gut durch Bangkok bewegen und unvergessliche Erlebnisse haben.

Mit BTS geht’s besser
Die gute Nachricht für Radfahrer ist dass man Fahrräder mit in die Skytrain (BTS) nehmen darf. Die schlechte Nachricht ist das dass in der Rushhour wegen Platzmangel eine echte Herausforderung ist. In die MRT darf man nur Klappräder mitnehmen. Das Rad kostet nicht extra.

Dank der BTS kann man einige Strecken sicher trotz Fahrrad zurücklegen und sich dann erst an der gewählten Station auf den Sattel schwingen. Wesentlich sicherer als die Hauptstraßen sind nämlich die Nebenstraßen udn Sois, in denen sich ohnehin das wahre Leben der Stadt abspielt. So kann ich nur empfehlen rechts und links der Sukuhumvit mit dem Rad die Stadt zu erkunden.

Im Park: Radeln erlaubt

Der größte Park in Bangkok ist der Rama IX Park an der Srinakarin Road (hinter dem Paradise Park Shopping Center). Dort ist Radfahren erlaubt, wenn auch nicht überall. Auch für den Auslännderverständliche Schilder geben aber Auskunft. Auf einem Rundkurs kann man Rennradenthusiasten trainieren sehen und versuchen, Schritt zu halten. Die Wege sind asphaltiert und ohne Steigungen, teilweise unter Bäumen. Im Park selbst gibt es Toiletten und kleine Kioske mit Erfrischungen. Die beste Zeit ist früh morgens, der Park öffnet um 5.30 Uhr.

Sri Nakhon Khuen Khan Park: Bangkoks grüne Lunge

Der Park liegt auf einer Halbinsel die von einer Schlinge des Chao Praya Rivers geformt wird und ist klein, aber fein, Gleich nebenan gibt es noch eine Kampffischfarm, die man besuchen kann, auch wenn die Öffnungszeiten schwer herauszubekommen sind. Einfach vorbeischauen. Das Gute an Bang Nam Phuem (so der Districtname) ist, dass man auf der gesamten Halbinsel wunderbar Radfahren kann. Es ist vor allem am Wochenende ein Mekka für Radler. Sehr zu empfehlen ist ein Stop am Bang Nam Phueng Floeting Market, der allerdings nur am Wochenende offen hat.

Neu: Der Biketrain
Seit gestern gibt es einen neuen Service in Bangkok, den #ThaiBiketrain. Es handlet sich dabeium einen extra Wagen am Zug nach Ayuthaya. Das Ganze ist wohl noch in der Entstehung, aber durchaus eine faszinierene Idee. Für den ersten Trip hatte man einen lokalen Radclub eingeladen, die Idee auszuprobieren. Grundsätzlich kann aber Räder in allen Zügen mitnehmen, eventuell muss man eine Gebühr bezahlen.

Written by admin in: Asien,Thailand | Tags: , ,
Mar
03
2014
--

Wieviel kostet eine Bootsfahrt am Kanal in Bangkok?

Ein Grund warum ich selten die Boote in Bangkok genommen habe war dass ich keine Ahnung hatte was es kostet und wohin die Boote fahren. Am Chao Paray Fluss geht das noch, am Klong Saen Saeb (Oder San Saab) ist das eher verwirrend. Damit ist jetzt Schluss. Es gibt eine kleine aber feine App, die hilft.

Sansaab App
Sie heisst Sansaab und ist an der Srinakarinwirot Universität entwickelt worden. Sie ist gratis und für iOs erhältlich. Verfügbare Sprachen sind Englisch und Thai.
Die Bedienung ist einfach: Man gibt Start und Endstation ein und die App berechnet den Preis und die Fahrtzeit. Wer nicht weiss wo die nächste Station ist kann sich lokalisieren lassen und sieht auf der Map, wo die nächste Haltestelle ist. Wenn man auf die Haltestelle klickt gibt es ausserdem noch eine Liste der Busse die sie anfahren. Es wäre schön wenn auch der Chao Praya enthalten wäre, aber es ist immerhin ein Anfang.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Feb
23
2014
--

Reisehinweis und Reisewarnung – was sind die Unterschiede?

Aus gegebenem Anlass muss ich mich hier mal mit dem Unterschied zwischen Reisehinweisen und Reisewarnung beschäftigen. Das wird nämlich – vor allem von deutschen Medien – gerne verwechselt. Eigentlich gibt es noch eine dritte Kategorie, nämlich die wichtigen Sicherheitshinweise. Herausgegeben werden alle vom Auswärtigen Amt. Das definiert die drei Hinweisarten wie folgt:

Website Auswärtiges Amt

Website Auswärtiges Amt

Reisehinweise enthalten Informationen unter anderem über die Einreisebestimmungen eines Landes, medizinische Hinweise, straf- oder zollrechtliche Besonderheiten. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Reisende und im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. Sie können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken. Gegebenenfalls wird von nicht unbedingt erforderlichen oder allen Reisen abgeraten. Auch die Sicherheitshinweise werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region eines Landes zu unterlassen. Sie werden nur dann ausgesprochen, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder in eine bestimmte Region eines Landes gewarnt werden muss. Eine Reisewarnung wird nur selten ausgesprochen. Deutsche, die in diesem Land leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Reisewarnungen werden sehr sehr selten herausgeben. Zur Zeit gibt es Reisewarnungen für Länder wie Libyen, Tschad, Jeman, Südsudan etc. Für manche Länder gibt es Teilreisewarnungen, was sich in der Regel auf Teile des Landes bezieht. So wird vor Reisen nach Fukushima in Japan gewarnt. Für Thailand gibt es keine, auch keine Teil-Reisewarnung. Nach deutschem Recht kann ein Reisender kostenfrei stornieren, wenn es für sein Reiseziel eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt gibt.

Sicherheitshinweise beziehen sich auf bestimmte Landesteile. Für Thailand sieht das so aus:

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird dringend abgeraten. Es besteht die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele, so. z. B. zuletzt auf ein Hotel in Hat Yai. Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird dringend abgeraten.

Diese Gebiete liegen nicht auf den bekannten Touristenrouten. Ein aktueller Reisehinweis besagt unter anderem: “Es wird weiterhin empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen im gesamten Bangkoker Stadtgebiet zu meiden.”

Für Spanien heisst es unter anderem: “In der Urlaubszeit kommt es häufig zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Jonquera und Barcelona, aber auch danach).”

Diese Hinweise sollten Reisenden eine Hilfe sein welche Gebiete zu meiden sind, wo es aus welchen Gründen gefährlich werden könnte. Die Welt ist nunmal kein Wunderland, und deshalb braucht es solche Anmerkungen. Sie werden übrigens von den Botschaften vor Ort regelmäßig aktualisiert. Es empfiehlt sich diese Hinweise genau durchzulesen und die dort genannten Ort mit den eigenen Reisezielen abzugleichen.

Wenn es also demnächst wieder in den Medien heisst “das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach…” dann empfiehlt es sich auf die Webiste des Amtes zu schauen. Es ist meistens keine Warnung sondern nur ein Hinweis.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |
Jan
29
2014
--

Hua Hin: Der Strand vor den Toren von Bangkok

Viele Urlauber die nach Thailand kommen, verbinden gerne Kultur mit einem Strandurlaub. Und von beidem hat Thailand eine Menge zu bieten. Da ist zunächst einmal die Hauptstadt Bangkok zu nennen mit dem Königspalast, dem berühmten Wat Pho und dem ebenso bekannten Wat Arun, dem Jade-Buddha und dem liegendem Buddha. Bekannteste Badeziele sind Pattaya und Phuket, ersteres bieten auch sehr günstige Unterkünfte, letzteres Traumstrände und paradiesische Hotels.

Aber das ist nur den Anfang: In etwa gleicher Entfernung wie Pattaya, nur in süd-westlicher Richtung, liegt Hua Hin. Das kleine Städtchen ist eine Art Geheimtip für Touristen, wobei Thailänder den Ort sehr gut kennen. Bereits 1928 baute König Rama VII dort einen Palast, und spätestens seit den 70er Jahren fand die wachsende Mittelschicht der Thais Gefallen am Ort und baute die touristische Infrastruktur aus. Im vergangenen Jahr hat sich der aktuelle thailändische König entschieden, nach Hua Hin zu ziehen und dort zu residieren.

Hua Hin bietet einige Sehenswürdigkeiten. Die Bahnstation stammt noch aus den 20er Jahren und ist originalgetreu erhalten. Der Berg Khao Hin Lek Fai ist mit dem Auto befahrbar und bietet mehrere Aussichtspunkte und Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang. Er ist 162 Meter hoch und von oben hat man eine schöne Aussicht auf Hua Hin.

Einen weiteren kleinen Berg gibt es im Süden, Khao Takiab, den man zum Sonnenuntergang besteigen sollte. Am Fuße des Berges gibt es hervorragende Straßenstände von Leckereien.

Am Abend sollte man auf jeden Fall den Nachtmarkt nicht verpassen. Er bietet neben Krimskrams viele thailändischen Desserts, frisches Obst, Souvenirs und leckere Säfte. In der gleichen Straße befinden sich auch Restaurants die sich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert haben – ein Traum für Gourmets.

Weitere Restaurants befinden sich an der Strandpromenade. Auch hier kann man den Sonnenuntergang genießen oder bei thailändischen Spezialitäten dam Meeresrauschen lauschen. Gleich neben an beginnt ab etwa 19 Uhr auch das Nachtleben, das aus vielen kleine Bars besteht. Happy Hours locken Kunden mit Schnäppchen- und wer möchte kann eine Partie Dart oder Pool Billiard spielen oder aber Bundesligaspiele auf dem Großbildschirm verfolgen.

Sehr ans Herz zu legen ist ein Ausflug zur Wildlife Friends Foundation Thailand. Diese Organisation betreibt ein Rehabilitationszentrum für Wildtiere, vor allem Elefanten und Affen. Das Zentrum bietet geführte Touren an, holte die Gäste sogar am Hotel ab und wer mag, kann später die Elefanten waschen.

Strände gibt es in Hua Hin entweder direkt an den Hotels oder aber den öffentlichen Strand, der schon deshalb ein Erlebnis ist weil man dort Essen bestellen kann, dass einem direkt an den Liegestuhl gebracht wird. Trotzdem wird der Strand in Schuß gehalten und ist recht sauber. Kinder können sogar auf Pferden ausreiten.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |

Powered by WordPress | Aeros Theme | TheBuckmaker.com