Jul
30
2014
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Der Palast in Bangkok hat immer offen

Gestern mussten wir auf die deutsche Botschaft, um eine Wohnsitzbescheinigung zu bekommen (was dort 50 Euro kostet, eine Unverschämtheit). Dort trafen wir eine deutsche Familie, die recht frustriert war. Was war passiert?

Grand palace
Die Eltern samt zwei Kinder waren vorgestern in Bangkok angekommen und wollten gestern gleich die obligatorische Tour zum Grand Palace machen. Sie fuhren mit der Bahn zum Pier am Sapan Thaksin, und auf dem Weg zum Boot hielt sie ein Tuktukfahrer an. Er fragte wohin sie möchten und als sie sagten, zum Palast, antwortete er der Palast sei geschlossen. Er könne ihnen aber für wenig Geld ein paar andere Sehenswürdigkeiten zeigen. Die vier Urlauber willigten ein und los ging die Reise. Nach ein paar Tempeln hielten sie an einem Schneiderladen an. Dort, so sagte der Tuktukfahrer, gäbe es Weltmarken zu Sonderpreisen. Armani und so. Papa war ganz ausser sich und orderte nicht nur Anzüge, sondern bezahlte auch im Voraus: 1000 Euro (!). Am nächsten Tag, so der Schneider, würde man die Anzüge ins Hotel bringen. Er überreichte noch die Visitenkarten, und dann ging es zum Mittagessen. “Komisch, dass die hier keine Preise am Menu haben”, wunderte sich Muttern, und nach dem Mahl präsentierte man ihnen eine saftige Rechnung (sie haben mir den Preis nicht gesagt).

Irgendwann dämmerte ihnen, dass 1000 Euro eigentlich viel Geld seien, und sie suchten im Internet nach entsprechenden Stichworten. Schnell zeigte sich, dass sie wohl Betrügern aufgesessen waren. Sie gingen zur Polizei, die sie zur Botschaft schickte – was immer das für einen Sinn haben soll, ausser das in der Regel die Polizei mit den Betrügern unter einer Decke steckt, oder zumindest Zuwendungen für Wegschauen bekommt. (Was merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass sie nicht mal abgewartet haben, ob die Anzüge überhaupt geliefert wurden. Sie hatten auch keine Ahnung, wo der Laden eigentlich war, und ob die Visitenkarte wirklich stimmt).

Der Knaller zum Schluss: Beide Eltern arbeiten in Deutschland bei …. wait for it… der POLIZEI.

Was lernen wir:
Erstens: der Palast hat so gut wie NIEMALS geschlossen. Und wer sich nicht sicher ist, fährt trotzdem hin. Wenn die Tür zu ist, und nur dann, ist er geschlossen (was einmal im Jahr vorkommt, wenn überhaupt).

Zweitens: Man lässt sich nicht vorm erstbesten Tuktukfahrer abschleppen. Thais sind freundliche und liebe Menschen, aber wie überall auf der Welt, vor allem wo Touristen sind, wird die Leichtgläubgkeit von Urlaubern auch ausgenutzt. Ich würde grundsätzlich von Tukturfahrten abraten, sie sind teurer als Taxis, weniger sicher, und viele wollen betrügen. Wer es probieren will, soll es in der Innenstadt für eine kurze Strecke (Siam Paragon nach Asok zum Beispiel).

Drittens: Es gibt keine günstigen und guten Schneider in Bangkok. Punkt. Die Stoffe sind alle minderwertig, der Schnitt hat nichts mit dem zu tun, was bei der Anprobe gemessen wurde. Im übrigen unterstützt man damit oft auch Kinderarbeit oder Ausnutzung, weil die Anzüge von Familienmitgliedern über Nacht genäht werden.

Viertens: Ein normales Restaurant hat natürlich Preise auf der Speisenkarte. Billige Gerichte gibt es unter 100 Baht, der Durchschnitt für thailändische Gerichte in Touristengegenden ist 150 Baht. Über 200 Baht ist teuer, und muss schon gutes Fleisch oder Meeresfrüchte sein.

Es lohnt sich immer, nicht nur eine Fantasievorstellung vom Land zu haben, in das man reist, sondern mal nachzuschauen, was einen dort wirklich erwartet. Thailand ist ein Land wie jedes andere, es ist kein Freizeitpark in dem jeder Einwohner ein Angestellter im Tourismus ist. Der Tourismus macht 6 Prozent des BSP aus, ganz so wichtig ist er also nicht.

Natürlich kann man sich heute alles im Internet selbst zusammensuchen, günstige Hotels, Flüge, Touren. Aber manchmal, vor allem bei Touren und Hotels, kann das auch schief gehen. Wer es sich leisten kann, sollte mindestens nicht die billigste Kategorie nehmen (warum ist das wohl billig?). Besser, sicherer und komfortabler, wenn auch etwas teurer ist, mit einem Reiseveranstalter zu buchen. Das geht auch für Einzelreisende, man muss keine Gruppentour buchen. Das örtliche Reisebüro informiert da (hoffentlich) gerne.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Mar
31
2014
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Im Luxus-Zelt wohnen und Angkor Wat entdecken

Angkor Wat war, als ich in Kambodscha wohnte, so etwas wie unser zweites Zuhause. Natürlich wollten alle Freunde und Verwarnte die uns besuchten dorthin, und sehr oft hatte meine Frau geschäftlich dort zu tun. IN der Regel haben wir in der Stadtmitte gewohnt und von dort aus unsere Touren gemacht. Jetzt gibt es aber eine etwa aussergewöhnliche Alternative: Übernachten im Luxuszelt. Diethelm Travel (ja, das ist die Firma in der meine Frau arbeitet) bietet ein sehr extravagantes Paket an.
Luxus Zelt Kamboscha
Die Zelte sind geräumige Wohnzelte wie man sie eher von afrikanischen Zeltcamps kennt und mit allem ausgestattet, was man auch in einem Hotelzimmer findet. So ist ein großes Doppelbett Standard. Im Zelt hat man 40 Quadratmeter Platz, und praktisch angebaut ist ein Bad mit Dusche und Toilette. Wer gleich seine Freunde mitbringen will, kann das tun: Bis zu 10 Gäste können im Zeltcamp untergebracht werden.
Luxuszelt Kambodscha
Das Camp wird aufgebaut wo immer man es möchte (und die lokalen Behörden es zulassen). Direkt am Angkor Wat Tempel geht das natürlich nicht, dafür aber in den Aussenbereichen, zum Beispiel Am Flussufer, auf einem den nahen Berge, bei einem der etwas ausserhalb gelegenen Tempel oder mitten im Dschungel. Für die Tempelcamps stehen Preah Khan Thom, Banteay Ampeul Temple, Koh Ker Temple, Kampy and Sambor Prei Kuk Temple zur Verfügung.
Bad im Luxus Zelt
Gekocht wird vor Ort vom eigenen Chef, der im Open Air Esszimmer die Speisen auch serviert. Buchen kann man das Ganze über Diethelm Travel Kambodscha. Am ersten Tag wird man im Mercedes Benz E280 vom Chauffeur abgeholt. Nach dem Mittagessen geht es zum Helikopterflug (20 Minuten) über Angkor und dann zu den Tempel selbst. Am nächsten Morgen geht es ins Zeltcamp und zum verlassenen Beeng Mealea Tempel und am Nachmittag zum Loh Kor Tempel. Geschlafen wird dann im Camp, dort gibt es auch ein Khmer Abendessen.

Mit 600 Dollar pro Person für die 3 Tage ist die Tour nicht billig, aber ihr Geld wert, finde ich. Ist halt auch eine Luxustour. Man kann die Tour auch umstellen, wobei dann natürlich Mehrkosten entstehen.

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha,Travel |
Feb
23
2014
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Reisehinweis und Reisewarnung – was sind die Unterschiede?

Aus gegebenem Anlass muss ich mich hier mal mit dem Unterschied zwischen Reisehinweisen und Reisewarnung beschäftigen. Das wird nämlich – vor allem von deutschen Medien – gerne verwechselt. Eigentlich gibt es noch eine dritte Kategorie, nämlich die wichtigen Sicherheitshinweise. Herausgegeben werden alle vom Auswärtigen Amt. Das definiert die drei Hinweisarten wie folgt:

Website Auswärtiges Amt

Website Auswärtiges Amt

Reisehinweise enthalten Informationen unter anderem über die Einreisebestimmungen eines Landes, medizinische Hinweise, straf- oder zollrechtliche Besonderheiten. Sie werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Reisende und im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. Sie können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken. Gegebenenfalls wird von nicht unbedingt erforderlichen oder allen Reisen abgeraten. Auch die Sicherheitshinweise werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder in eine Region eines Landes zu unterlassen. Sie werden nur dann ausgesprochen, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder in eine bestimmte Region eines Landes gewarnt werden muss. Eine Reisewarnung wird nur selten ausgesprochen. Deutsche, die in diesem Land leben, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Reisewarnungen werden sehr sehr selten herausgeben. Zur Zeit gibt es Reisewarnungen für Länder wie Libyen, Tschad, Jeman, Südsudan etc. Für manche Länder gibt es Teilreisewarnungen, was sich in der Regel auf Teile des Landes bezieht. So wird vor Reisen nach Fukushima in Japan gewarnt. Für Thailand gibt es keine, auch keine Teil-Reisewarnung. Nach deutschem Recht kann ein Reisender kostenfrei stornieren, wenn es für sein Reiseziel eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt gibt.

Sicherheitshinweise beziehen sich auf bestimmte Landesteile. Für Thailand sieht das so aus:

Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla) wird dringend abgeraten. Es besteht die anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge, auch auf von Ausländern frequentierte Ziele, so. z. B. zuletzt auf ein Hotel in Hat Yai. Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird dringend abgeraten.

Diese Gebiete liegen nicht auf den bekannten Touristenrouten. Ein aktueller Reisehinweis besagt unter anderem: “Es wird weiterhin empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen im gesamten Bangkoker Stadtgebiet zu meiden.”

Für Spanien heisst es unter anderem: “In der Urlaubszeit kommt es häufig zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Jonquera und Barcelona, aber auch danach).”

Diese Hinweise sollten Reisenden eine Hilfe sein welche Gebiete zu meiden sind, wo es aus welchen Gründen gefährlich werden könnte. Die Welt ist nunmal kein Wunderland, und deshalb braucht es solche Anmerkungen. Sie werden übrigens von den Botschaften vor Ort regelmäßig aktualisiert. Es empfiehlt sich diese Hinweise genau durchzulesen und die dort genannten Ort mit den eigenen Reisezielen abzugleichen.

Wenn es also demnächst wieder in den Medien heisst “das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach…” dann empfiehlt es sich auf die Webiste des Amtes zu schauen. Es ist meistens keine Warnung sondern nur ein Hinweis.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |
Sep
25
2013
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Man muss nicht jede schlechte Erfahrung selber machen

Nico und Robin sind derzeit in Asien unterwegs und ihnen ist passiert, was auch viele andere erleben: Bei der Fullmoonparty hat Robin wohl irgendwas ins Getränk bekommen (GHP ist ein guter Kandidat) und als er wieder aufwachte waren Erinnerungen und iPhone weg.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Man sollte im Urlaub nicht tun was man zu Hause auch nicht machen sollte. Gerade wenn Alkohol im Spiel ist kann es gefährlich werden.

Grundsätzlich gilt: Wo große Menschenansammlungen sind lauern auch Gefahren. Ob das das Waterfestival in Kambodscha ist, Sonkran in Thailand oder Neujahr in Vietnam: Bei diesen Festen kommen viele vom Land in die Stadt um Geld zu machen. Das kann mit dem Verkauf von Blumengebinden sein, oft sind es aber Taschendiebe und Trickdiebe die unterwegs sind. Hier gilt: Immer eine Tasche haben, die verschlossen werden kann und die quer über die Schulter trägt.

Kleinen Kindern wird immer gesagt die sollen nicht mit Fremden weggehen, aber viele Touristen scheinen das zu vergessen. Der freundliche Einheimische der eine Abkürzung kennt oder ein Waisenhaus oder einen anderen Palast ist immer ein Betrüger. Warum bitte sollte jemand aus lauter Freundlichkeit
dort herumlungern?

Kleinen Kindern wird auch gesagt sie sollen sich nicht streiten. Gerade in Asien ist es eine ganz schlechte Idee, sich mit Einheimischen zu streiten. Das kann schon auch mal tödlich enden.

Unbekannte Gewässer sind UNBEKANNTE Gewässer, also springt man da nicht einfach rein, auch wenn die anderen es tun. Wir hatten in Laos jede Menge Tote, die aus dem Fluss in Luang Prabang geholt wurden. Gleiches gilt für Strände in Thailand: Eine rote Flagge hat einen Sinn. Man geht dann nicht ins Wasser.

Ein Helm ist der einzige Schutz bei einem Motorradunfall, und Unfälle gibt es jede Menge in Asien. Und betrunken fährt man nicht gut, das ist ein Fakt. Also nur mit Helm und nur nüchtern.

Nur weil man etwas nicht weiß heißt das nicht es ist nicht passiert. Natürlich veröffentlichen Reiseländer keine Statistiken über tote und verletzte Ausländer. Ist nicht gut für Geschäft. Tatsächlich aber sagte mal der kanadische Botschafter in Thailand er schicke jede Woche einen Sarg nach Hause. Laos hatte einen Rekord an toten Ausländern im vergangenen Jahr.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Apr
10
2011
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Laos: Ein Tagestrip zum Nam Ngum See

Laos ist bekanntlich ein Kurzurlaub-Land, weil die meisten nur eine Nacht in Vientiane sind (wenn überhaupt) und dann noch wenige Tage Luang Prabang dranhängen. FEHLER! Laos ist gut für 2 Wochen, oder gar mehr. Vientiane zum Beispiel bietet mehr als nur die drei meist besuchten Wats und den That Luang. Wer möchte, kann einen tagestrip zum Nam Ngum see machen. Dieser Stausee versorgt die Umgebung nicht nur mit Fischen, sondern vor allem mit Strom (ein Großteil wird aber nach Thailand exportiert).

Man verlässt Vientiane auf dem Highway 13 Ost nach Norden. Nach etwa 30 Minuten kommt man am Zoo vorbei, der es wert ist anzuhalten. Eine Stune kan man dort verbringen, Krokodile sehen, einen Elefanten füttern, und vor allem die Zikaden hören. Der Zoo ist so schlecht nicht, die meisten Tiere werden in guten Gehegen gehalten.

Green crocodiles

Auch auf dem Weg liegt das so genannte Salt Village, eine Dorf in dem Salz produziert wird, Dazu wurde ein Rohr tief in die Erde gebohrt, aus etwa 100 Metern wird dann salzhaltiges Wasser nach oben gepumpt. Dieses kommt in Bottiche und wird verkocht. Nach etwa 3 Stunden ist das Salz ürbig.

Making Salt

Weiter geht die Reise dann auf dem Highway 10 zum see. Dort kann man sich ein Boot mieten und ein wenig herumschippern – man kann fast bis zur Staumauer fahren. Anschließend ist ein Mittagessen in einem der Restaurants am See empfohlen. Der Fisch ist besonders gut, weil fangfrisch.

Nam Ngum Lake

Der Rückweg führt wieder üner den Highway 13, diesmal aber der westliche Teiil. Zuvor aber lohnt ein Abstecher nördlich zu den Vang Xang Reliefs – Buddhastatuen in Fels gehauen, gefertigt in der angkor Wat Periode.

Vang Xang

Dieser Ausflug kann auch mit Fahrer und Guide bei Diethelm Travel gebucht werden

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |
Jan
12
2011
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Urlaubsgeschichten: Mein Geld ist aus dem Bus gestohlen worden

Meine Frau hat immer wieder Fälle wie diesen: Touristen melden sich nach einem Ausflug beim Reiseleiter oder -veranstalter, man habe aus ihrer Tasche Geld gestohlen. Während man den Tempel besuchte habe man die Tasche im Bus gelassen und bei der Rückkehr war das Geld weg.

Diese Geschichte stinkt in 99 Prozent der Fälle. Erstens sagen Geschäftsbedingungen und gesunder Menschenverstand, dass man nichts im Bus zurücklassen soll (schon gar kein Geld). Zweitens rennt man nicht mit hunderten Dollar rum, dafür gibt es einen Safe. Drittens gäbe es keine Busfahrer und Tourguides mehr, wenn die alle klauen würden (mal abgesehen davon dass ein Tourguide gar nicht schlecht verdient, der wäre wirklich dumm was zu klauen.)

Oftmals steckt etwas anderes dahinter: Man hat das Geld verloren oder für irgendwelchen Unsinn ausgegeben und versucht nun, die Schuld abzuwälzen. In der Regel ist das nicht erfolgreich. Gleiches gilt im übrigen für Diebstahl aus dem Hotelzimmer (oder gar dem Safe). In der Regel wird in einem Hotel nichts gestohlen. Wertsachen gehören in den Safe und den kann das Zimmermädchen NICHT öffnen. Mir ist noch nie etwas gestohlen worden, und ich habe viele Hotels gesehen. Bisweilen wird sogar Geld das aus der Hose gefallen ist dann ordentlich auf den Schreibtisch gelegt.

Wenn etwas gestohlen wird, dann in der Regel als Taschendiebstahl oder Straßenraub. Letzteres kann man verhindern in dem man nicht direkt an der Straße geht, sondern wo möglich mehr an der Hauswand, die Tasche mit einem Gurt versehen über der Brust hat, Kameras und andere Wertgegenstände nicht die ganze Zeit offen herumträgt, auch Geld nicht offen zeigt (z.B. am Geldautomaten). Taschendienstahl lässt sich weitgehend dadurch verhindern, dass die Tasche verschlossen ist (und eventuell ein weiteres Fach mit einem Reissverschluss innen hat) und man schlicht schaut, wer so neben und hinter einem ist. Und noch eine Regel: Wenn man angerempelt wird, ist der erste Griff nach der Tasche. Denn so machen die meisten Diebe Beute.

Wenn es hart und auf hart kommt und der Räuber eine Pistole oder Messer hat, gilt nur eines: Nicht den Helden spielen und sofort ihm geben was er will. Eine Tasche und selbst eine paar hundert Dollar sind weniger wert als das eigene Leben. Und das steht in einer solchen Situation auf dem Spiel.

Ich bin einmal überfallen worden: als Tankstellenwächter bei Frankfurt. Mir ist die Kamera und das Telefon gestohlen worden – als ich in Berlin wohnte. Im Ausland bin ich ein einiziges Mal bestohlen worden: Auf Boracay. Beute: Ein Leatherman und 20 Dollar. (Wir hatten den Zimmerschlüssel unbeobachtet beim Dinner auf dem Tisch liegen lassen und sind zum Buffet. Das hat ein Dieb das wohl am Strand vorbei kam genutzt).

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |
Nov
09
2010
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Urlaub in Deutschland – zum Beispiel im Hochtaunus

Wenn ich etwas hier in Asien vermisse, dann ist es der Taunus. Die Wälder, die frische Luft, die vielen Möglichkeiten sich zu entspannen und vor allem zu bewegen. Ich bin jeden Morgen mit meinen Hunden eine Stunde lang durch den Wald gelaufen und abends nocheinmal, wenn die Zeit es zuließ. Das Heilklima dort hält fit und gesund, und das habe ich gemerkt.
Was für mich ein 11 Stunden-Flug ist, ist für andere ein Katzensprung, um mal richtig auszuspannen. Der Hochtaunus ist bekannt für sein Angebot im Bereich Wellness und Wandern. Kuren in Bad Homburg, Wandern rund um den Feldberg, Burgen anschauen in Königstein – Urlaubsherz, was willst Du mehr?
Heilklima Logo

Der Heilklima-Park Hochtaunus bietet mit 34 Wegen und 180 Kilometer Strecke – nach leistungsphysiologischen und bioklimatischen Gesichtspunkten vermessen – ideale Trainingsmöglichkeiten. Mountainbiker finden in meiner Heimat ebenso gute Bedingungen wie Nordic Walker (macht meine Mutter) und Wanderer.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die Heuschnupfen haben. Pappeln mag ich nicht, Birken lösen bei mir eine Allergie aus und manche Gräser. Wandern im Grünen ist da nicht die erste Wahl, möchte man meinen. Weit gefehlt. Zum einen gibt es Pollenvorhersagen auf der Heilklima-Webseite. So kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen, wie schlimm das Wochenende pollentechnisch wird . Zum anderen hatte ich subjektiv immer das Gefühl wenn ich im Wald laufe geht es mir besser. Vielleicht auch weil ab einer gewissen Höhe mehr Nadelbäume vorhanden sind. In Hochgebirgsregionen wandert es sich dann noch besser, weil die Luft dort praktisch pollenfrei ist. Letztlich fördern die saubere Luft und die Bewegung an sich auch eine Stärkung des Immunsystems und schon deshalb empfehlenswert. Urlaub und Allergie passen also sehr wohl zusammen.

Ausruhen beim Wandern

Klimareize können auch den Erfolg eines Ausdauertrainings steigern, denn denn man passt sich an diese Reizumgebung an. Damit wird wiederum der körpereigene Abwehrmechanismus gesteigert und die Reaktionsfähigkeit auf Umweltreize. Wer also viel in frischer Luft unterwegs ist, hat in der Stadt weniger Probleme (Merke ich sehr in Saigon, wo alles voller Staub ist. Ich sehne mich nach einem richtigen Wald).

Es sei noch auf ein Paper verwiesen, das der Arzt Dr. Walter Amelung (Königstein) einst verfasst hat: Die Heilklimatische Bedeutung der Deutschen Mittelgebirge, Klinische Wochenschrift, 1935

Ausschnitt:

Neben den eben geschilderten Wetterbestandteilen, die mit der ganzen orographischen Lage eines Ortes sein Klima bedingen, ist vor allem die Luftbeschaffenheit von größter Bedeutung für das menschliche Befinden. Die Bedeutung der Luftdruckerniedrigung mit steigender Höhe und die dadurch bedingte abnehmende Sauerstoffspannung des Blutes wurden schon besprochen. Die untersten Schichten der Atmosphere sind als ein kolloidales System, ,,Aerosol” genannt, aufzufassen, das aus einem Gasgemisch besteht mit sehr wechselnden Suspensionen flüssiger und fester Art. Die ,,Chemische Klimatotogie” hat nachgewiesen, dass in zahlreichen Kurorten ein holler Jodgehalt der Luft vorhanden ist und dass dort allein durch die Atemluft Jod in Mengen, die für die tägliche Norm hinausgehen, zugeführt werden.

Written by thomaswanhoff in: Travel |
Jan
11
2010
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Das schwarze Gift: Kaffee im Hotel

Morgenlatte

Ich habe im eHotelier die Kolumne von Bert “Bow-Thai” van Walbeek gelesen, der sich darüber beklagt, dass Hotel gewisse schlechte Angewohnheiten nicht ablegen wollen. Eine davon ist schlechten Kaffee zu servieren. Wer heute ein Hotel bucht, online mit Rabatt wie einem Opodo Gutschein, hat meist die Option “inklusive Frühstück” zur Wahl.

In der Tat habe ich selbst äußerst selten einen auch nur annährend trinkbaren Kaffee in einem Hotel bekommen – vor allem beim Frühstück wird meist Black Poison serviert. Der Grund? Man kocht Kaffee einmal um 6 Uhr morgens, am besten für 300 Personen, und läßt den dann auf der Wärme platte sich aller Aromen entledigen.
Da lob ich mir Vietnam: Da wird der Kaffee auch gekocht, aber man läßt ihn schlicht kalt werden, weil er hier meist mit Eis und Milch getrunken wird (Ca Phe Sua Da). Und kalter Kaffee hält sdin Aroma.
Es kann nicht wirklich ein Kostenpunkt sein, guten Kaffee zum Frühstück zu servieren. Zumal ich selbst kaum noch Breakfast included buche, sondern meist irgendwo anders Frühstücken gehe – Geld, dass das Hotel dann verloren hat.

Written by thomaswanhoff in: Travel |
Jan
04
2010
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Besser reisen mit Videos

Ja, das ist eine komische Überschrift, aber ich meine was ich sage. Wer heute eine Reise antritt, muss nicht mehr ins Unbekannte fahren. Fast jedes Urlaubsziel läßt sich heute per Youtube und Co. von Zuhause aus begutachten.

Wer zum Beispiel nach Siem Reap nach Kambodscha will, sucht bei Youtube und bekommt eine große Auswahl. Will man wissen, ob das Victoria Hotel und Ressort auch taugt, dann kann man sich mit diesem Video einen ersten Eindruck verschaffen:

Ich empfehle Youtube weil man hier eine größere Auswahl hat als bei nur deutschen Portalen. Videos gibt es eigentlich von fast allen Orten. Wer ein Hotel auf Mallorca sucht, kann ebenfalls eine Vorschau bekommen:

Vorsicht, manche Videos sind Werbevideos der Hotels. Das muss nicht schlecht sein, wird aber sicher nicht alle Seiten zeigen. Deshlab der Rat, sich vor allem auch Uservideos anzuschauen. Auch wenn die verwackelt sind, zeigen sie noch eine andere Perspektive.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel |
Dec
03
2009
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Tourismus aus asiatischer Sicht

Wenn wir über Tourismus reden, dann denken wir immer westliche Länder sind die Reisekönige, weil wir uns das leisten können. Zum einen sind Deutsche eher faul. Das eigene Land ist immer noch am meisten gebucht, und viele verbringen eher einen Urlaub im Hotel im Schwarzwald denn in Hanoi.
Wer aber Fernreisen macht sieht zum Beispiel in Vietnam viele westliche Touristen, und weil man zum einen eine höhere Aufmerksamkeit für die eigenen Leute hat und zum anderen oft Asiaten nicht unterscheiden kann, glaubt man schnell, die meisten Touristen kommen aus dem Westen.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, wie man am Beispiel Vietnam sieht:
Es führt ganz klar China (476,489) vor den USA (368,089), Südkorea (327,384), Japan (326,274), Taiwan (246,635), Australien (193,285), Frankreich (159,401), Malaysia (146,206) und Thailand (138,750). Alle anderen machen noch einmal 900.000 aus.

Man sieht dass es einen intensiven innerasiatischen Tourismus gibt. Für Kambodscha sind diese Zahlen ähnlich. Bei Touristen aus den USA, Frankreich und Australien muss man noch hinzufügen, dass viele so genannten Vietkieu sind, also Auslandsvietnamesen, die ihre Familien besuchen oder Geschäfte machen, aber ein Toursitenvisum beantragen.

Natürlich sind die nackten Zahlen nicht alles. Tatsächlich nämlich lassen asiatischen Touristen längst nicht so viel Geld im Land wie westliche. Gerade Koreaner suchen billige (und meist koreanische Hotels), gleiches gilt für Chinesen. Nur Japaner suchen bisweilen höherpreisige Unterkünfte.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Travel,Vietnam |

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