Nov
07
2013
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Reisewarnungen für Thailand: Keine Sorge

Manche Länder haben Reisewarnungen für Thailand ausgesprochen, weil es zur Zeit Demonstrationen gibt. Mal abgesehen davon dass ich mich frage welches Demokratie- und Freiheitsverständnis diese Länder haben, sei hier mal gesagt, dass es keinen Grund zur Sorge gibt.

Zum einen sind die Demos auf Bangkok beschränkt, die klassischen Urlaubsziele am Meer sind nicht betroffen. Die Demos in Bangkok finden in der Innenstadt statt, vor allem in Silom, sind aber NICHT gewalttätig, und legen derzeit zwar teilweise den Autoverkehr lahm, aber nicht die Stadt selbst. Es ist kein Problem mit der BTS und der Subway zu fahren und alle Sehenswürdigkeiten sind einfach und problemlos zu erreichen.

Written by thomaswanhoff in: Thailand |
Sep
27
2013
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Die Sache mit dem Budget: Zehn Tipps zum günstigen Reisen

Eines der großen Probleme das viele Menschen mit Fernreise haben ist das Budget. Gerade wer mit Familie unterwegs ist, muss aufpassen, wie teuer eine Reise wird. Wahrscheinlich ist das der Grund warum die meisten Deutschen Urlaub immer noch in Deutschland und Europa machen.

Origami Geld Segelschiff

Ich bin der letzte der von jedem verlangt nach Asien zu kommen. Aber ich kann es trotzdem empfehlen. Ein paar kleine Tipps gibt es schon, wie man sich auch eine lange Reise leisten kann, ohne gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen.

1. Rucksackreise
Heute sind Rucksackreisende (Backpacker) vor allem junge Leute die nach der Schulausbildung billig die Welt sehen wollen. Aber eigentlich gibt es keine Altersbeschränkung. Grundsätzlich gilt: Günstige Hotels und Gästehäuser suchen, lokale Restaurants benutzen, lokalen Transport. Das tut dem Geldbeutel schon mal gut. (Beim Transport aber aufpassen: In vielen Ländern entsprechen Busse nicht europäischen Sicherheitsstandards)

2. Preise vergleichen
Nicht gleich den erst besten Flug buchen, sondern Preise mehrerer Linien vergleichen. Wer sparen will, kann längere Flüge buchen, die ein oder zwei Umsteigen haben, dafür aber günstiger sind. Gleiches gilt für Pauschalreisen und Hotels: Auch hier haben verschiedene anbieter oft verschiedene Preise.

3. Nach Promotions und Sonderangeboten suchen
Eine einfache Google-Abfrage bringt da schon einiges Zutage. Ausserdem ist es keine schlechte Idee sich bei den Newslettern diverser Reiseanbieter anzumelden, um immer neueste Angebote zu bekommen.

4. Bei Freunden und Bekannten unterkommen
Ein großer Teil des Geldes bei einer Reise geht für die Unterkunft drauf. Wer nicht gerade mit zehn Jugendlichem im Großraum schalfen will, der kann sein Netzwerk aktivieren. Kenne ich Leute im Zielland, oder kenne ich jemanden der jemanden kennt? Eine Anfrage bei Facebook kann schon Wunder wirken.

5. Low Season nutzen
Die Low Season wird gerne auch als Regenzeit bezeichnet, was viele abschreckt. Tatsächlich aber hat das Vorteile, wie ich schon einmal geschrieben habe.Hotels bieten Superkonditionen, Flüge sind auch billiger und sogar beim Essen kann man sparen. Auch hier gilt es im Land der Reise nach guten Deals zu schauen.

6. Alleine reisen
Jetzt mal ehrlich, warum kann Mama sich nicht mal was Gutes tun und Papa zeigen, ob er wirklich den Urlaub nutzen will, um viel Zeit mit den Kindern zu verbringen? Früher gab es mal das Müttergenesungswerk, dass dafür zuständig war. Die Rechnung ist doch einfach: Wenn nur eine Person reist, dann ist die Budgetfrage eine andere.

7. Gruppenreisen
Weil Gruppen natürlich bessere Konditionen bekommen, können viele Veranstalter gute Preise anbieten. Dabei gilt es aber genau hinzuschauen: Ist der Preis sehr niedrig, gibt es vielleicht versteckte Kosten.

8. Weniger kann mehr sein
Manchmal macht Kleinvieh auch Mist: Beim Hotel die günstigste Kategorie nehmen, beim Flug sehr früh buchen, beim Hotel kein Frühstück nehmen, keine Souvenirs kaufen (die sind eh nur Staubfänger), mit leichtem Gepäck reisen (kann bei billigen Inlandsflügen sparen).

9. Gesunden Menschenverstand nutzen
Auch wenn Backpacker glauben mit Büchern wie dem Lonely Planet ganz billig unterwegs zu sein, ist dem nicht immer so. Zum einen sind die Preise in Touristenhochburgen für alle hoch. Zum anderen sind die Daten oft veraltet. Wo viele Menschen sind ist es teuer, wo wenige sind, eher billig. Großstädte bieten hervorragende Möglichkeiten, sich zu Fuß abseits der Sehenswürdigkeiten umzuschauen. Was ist schon das Bild des Wat Pu in Bangkok verglichen mit dem kleiner Thailänder, die in einer Nebenstraße Fußball spielen und dann mit dem Ausländer ein wenig Englisch reden wollten?

10. Scams vermeiden
Dazu gehört auch gesunder Menschenverstand. Einheimische stehen nicht vor Sehenswürdigkeiten weil die Touristen helfen wollen. Ein Rikschafahrer weiß keine gute Unterkunft oder Bar. Kein Mensch verteilt Gratis Vogelfutter oder Blumen. An einem unbekannten Strand bei einer Party Getränke herumstehen zu lassen ist keine gute Idee – Knockoutdrogen sind da schnell reingeschmissen und am nächsten Tag ist alles weg.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Sep
25
2013
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Man muss nicht jede schlechte Erfahrung selber machen

Nico und Robin sind derzeit in Asien unterwegs und ihnen ist passiert, was auch viele andere erleben: Bei der Fullmoonparty hat Robin wohl irgendwas ins Getränk bekommen (GHP ist ein guter Kandidat) und als er wieder aufwachte waren Erinnerungen und iPhone weg.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Man sollte im Urlaub nicht tun was man zu Hause auch nicht machen sollte. Gerade wenn Alkohol im Spiel ist kann es gefährlich werden.

Grundsätzlich gilt: Wo große Menschenansammlungen sind lauern auch Gefahren. Ob das das Waterfestival in Kambodscha ist, Sonkran in Thailand oder Neujahr in Vietnam: Bei diesen Festen kommen viele vom Land in die Stadt um Geld zu machen. Das kann mit dem Verkauf von Blumengebinden sein, oft sind es aber Taschendiebe und Trickdiebe die unterwegs sind. Hier gilt: Immer eine Tasche haben, die verschlossen werden kann und die quer über die Schulter trägt.

Kleinen Kindern wird immer gesagt die sollen nicht mit Fremden weggehen, aber viele Touristen scheinen das zu vergessen. Der freundliche Einheimische der eine Abkürzung kennt oder ein Waisenhaus oder einen anderen Palast ist immer ein Betrüger. Warum bitte sollte jemand aus lauter Freundlichkeit
dort herumlungern?

Kleinen Kindern wird auch gesagt sie sollen sich nicht streiten. Gerade in Asien ist es eine ganz schlechte Idee, sich mit Einheimischen zu streiten. Das kann schon auch mal tödlich enden.

Unbekannte Gewässer sind UNBEKANNTE Gewässer, also springt man da nicht einfach rein, auch wenn die anderen es tun. Wir hatten in Laos jede Menge Tote, die aus dem Fluss in Luang Prabang geholt wurden. Gleiches gilt für Strände in Thailand: Eine rote Flagge hat einen Sinn. Man geht dann nicht ins Wasser.

Ein Helm ist der einzige Schutz bei einem Motorradunfall, und Unfälle gibt es jede Menge in Asien. Und betrunken fährt man nicht gut, das ist ein Fakt. Also nur mit Helm und nur nüchtern.

Nur weil man etwas nicht weiß heißt das nicht es ist nicht passiert. Natürlich veröffentlichen Reiseländer keine Statistiken über tote und verletzte Ausländer. Ist nicht gut für Geschäft. Tatsächlich aber sagte mal der kanadische Botschafter in Thailand er schicke jede Woche einen Sarg nach Hause. Laos hatte einen Rekord an toten Ausländern im vergangenen Jahr.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand,Travel |
Sep
03
2013
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Jetski-Betrug: Am besten gar nicht erst mieten

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Es ist einfach verlockend: Tolles Meer, tolles Wetter, toller Strand und endlich mal Gelegenheit, auf einem Jetski durch die Bucht zu rasen. Überall wo Wasser ist in Thailand kann man diese Jetskis mieten. Man muss entweder ein Deposit hinterlegen oder den Reisepass. Es gibt sogar eine Versicherung, sagt zumindest der Verkäufer. Und weil man jetzt schnell ins Wasser will, wird nicht so genau hingeschaut, in welchem Zustand der Jetski ist.
Das böse Erwachen kommt bei der Rückkehr. Plötzlich sind da Schäden, obwohl man keinen einzigen Felsen auch nur gestreift hat. Egal, sagt der Jetski-Besitzer, Du musst bezahlen für den Schaden. Und das kann teuer werden. Auch wenn der Ladenbesitzer kein Recht hat einen Pass einzubehalten, zieht der Kunde immer den kürzeren. Es hilft auch wenig, die Polizei zu holen. den die macht meisten gemeinsame Sache mit den Jetskiscammern. Oder ist nicht sonderlich interessiert in diesen Fällen. Bisweilen kann man den Honorarkonsul anrufen, aber wie gerade in Phuket geschehen bekommt der auch Drohungen örtlicher Offzieller.
Auch wenn die lokalen Behörden immer wieder betonen, gegen die Betrugsmasche vorzugehen, passiert ausser der Ankündigung wenig.
Kaum eine Woche in der es nicht zu massiven Zahlungen gekommen ist. Der Australische Botschafter hat schon ausdrücklich vor den Vermietern gewarnt.
Und dabei spaßen die Betrüger nicht. Schnell sind Waffen gezogen, Messer, Pistolen, sogar Gewehre, wie im Video zu sehen ist.

Das Lächeln in Thailand verschwindet schnell wenn es um Geld geht. Westliche Denkweisen, man möge doch nett zu Kunden sein helfen nichts (vor allem nicht wenn 100 Millionen potentielle neue asiatische Touristen praktisch vor der Tür stehen).
Die Denke “Mir passiert schon nichts” ist nicht ratsam, gerade in Pattaya, Phuket, Koh Samui, Koh Phiphi und Koh Pangan – also dort wo die Hotspots sind. Im Zweifel lasst es besser sein. Es gibt genug andere schöne Dinge die man machen kann. Und wer es unbedingt will, der sollte am besten im Hotel nach fragen (Hotel, nicht Guesthouse, die stecken oft genug unter einer Decke). Dann den Jetski genau untersuchen und am besten Fotos machen. Immer einen Zeugen dabei haben. Niemals den Pass hinterlegen. Immer die Nummer der Touristenpolizei dabei haben 1155 für Phuket, 038 429 371 für Pattaya

Eine gute Übersicht wovor man sich noch in Acht nehmen sollte gibt es hier.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Aug
20
2013
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Tierleben in der Großstadt Bangkok

Man mag es nicht glauben, aber selbst in einer Großstadt wie Bangkok leben wilde Tiere. Die bekanntesten dürften die Monitor Lizards sein. Dabei handelt es sich um Tiere der Gattung Warane. Warane haben wie Schlangen eine lange gespaltene Zunge, die das Doppelte der Kopflänge erreichen kann. Das Auge hat eine runde Pupille. Es gibt sie in Größen zwischen 23 cm und 3 Meter. Die in Bangkok ansässigen Arten liegen eher im Mittelfeld. Wer einen Waran sehen will, kann in den Lumpini-Park gehen, dort sind eigentlich immer welche. Man kann sich ihnen nähern, allerdings sollte man einen gewissen Abstand halten. Sie können mit ihrem Schwanz schnell ausschlagen. Sollte es zu einem Biss kommen, SOFORT ein Krankenhaus aufsuchen.

Look what I just found on my tree (after the dogs chased him there) #monitorlizard
Die Tiere gehören zur Fauna Thailand, und können wunderbar in der Großstadt überleben. Ich selbst habe ein kleineres Exemplar ab und an in meinem Garten (siehe Foto, als meine Hunde ihn auf den Baum gejagt haben). Man sieht sie überall in Bangkok, mal an Straßen entlang laufend, sogar im Garten der amerikanischen Botschafterin leben welche. Die hätte der Secret Service besser fragen sollen, als er sich zum Gespött der Stadt machte. Die Agenten begegneten nämlich ein paar Waranen bei ihren Sicherheitschecks zum Obama-Besuch und zogen sogar die Waffen.

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Was auch gerne mal vorkommt ist eine Python im Garten. Freunde von mir hatten eine einige Meter große Schlange, die es schaffte, drei Männern zu entkommen, die sie festhalten wollten. Gerade wer einen großen Garten hat mit Bäumen sollte ab und an mal nachschauen. Es gibt in Bangkok einen eigenen Service den man rufen kann, wenn so ein Python zu Gast ist.

Ebenfalls Schlange, aber noch gefährlicher sind Kobras. Auch sie können sich in der Innenstadt ein Heim suchen, wenn auch eher selten. Wer mehr über Schlangen wissen will sollte zur Snake Farm gehen, da darf man einige auch mal anfassen.

Als es die großen Überschwemmungen gab, wurde sogar Krokodile in der Stadt gefunden. Sie wurde schlicht aus illegalen (oder auch legalen) Farms rausgeschwemmt. Die Krokodilfarm in Samut Prakan ist übrigens nicht empfehlenswert zu besuchen. Die Haltung der Tiere dort genügt nicht einmal einfachsten Standards.

Das Gleiche gilt wohl auch für das Tigerkloster. Ich war zweimal dort, allerdings schon vor einigen Jahren. Zu dieser Zeit war es ein recht einsamer Ort im Wald. Beim zweiten Besuch waren schon größere Menschenmassen dort, und mittlerweile hat der Tourismus dort überhand genommen. Das bedeutet viel Stress für die Tiere. Es gibt Berichte nach denen die Tiger dort mit Drogen ruhig gehalten werden.

Wilde Tiere aber leider nicht in der Wildnis sind die Stadt-Elefanten. Eigentlich darf man keine Elefanten in Bangkok halten, aber Gesetze und Regeln interessieren hier nicht wirklich jemanden. Und deshalb sieht man hier und da immer noch einen Babyelefanten und seinen um Geld bettelnden Besitzer. Wer in Thailand Elefanten sehen will, sollte in ein Camp gehen. ABER: Bitte sich vorher informieren, wie die Elefanten dort gehalten werden. In den meisten Camps, vor allem unter lokalen Besitzern, leiden die Tiere enorm.

Baby Elephant

Eine gute Organisation ist Wildlife Friends Foundation Thailand. Hier kann man sich hervorragend über das Wildleben in Thailand, und auch in Bangkok informieren.

Wer richtig eintauchen will in die Dschungel Thailands kann eine Tour durch einen Nationalpark machen. Diethelm Travel (meine Frau arbeitet dort) bieten solche Ausflüge an.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Aug
15
2013
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Phuket: Exklusiver Urlaub in Traumhotels

Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele für Touristen aus aller Welt. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass der Suvanabumi Flughafen die am meisten fotografierte Location auf Instagram ist. Eines der Erfolgrezepte ist die Vielfalt, die Thailand zu bieten hat. Wer Natur erleben möchte, kann nach Chang Mai fahren oder in einen der National Parks im Süden des Landes. Kulturinteressierte sollten eine Tour durch den Nordosten machen. Wer Party und asiatisches Citylife haben möchte, wird in Bangkok alles finden was das Herz begehrt. Und dann bleibt noch der Urlaub am Meer.

Neben den Inseln rund um Koh Samui ist Phuket noch immer das am meisten begehrte Reiseziel. Auch bei mir steht es auch noch auf der Liste. Nun ist Phuket nicht gleich Phuket. Entscheidend ist, wo man sich niederlässt. Natürlich gibt es jede Menge Gästehäuser und 2-3 Sterne Hotels für den schmalen Geldbeutel. Wer es mit Stil haben will, für den gibt es Traumressorts, die einen jede Sorgen vergessen lassen.

Zur Orientierung: Das ist die Insel Phuket.
Phuket
Was man aus TV-Reportagen kennt, ist der westliche Teil der Insel rund um Patong Bay. Hier sind die Nachtclubs, Packbacker-Hostels und vor allem jede Menge Touristen.

Wer es etwas ruhiger haben möchte und keine Lust hat, sich mit Hunderten Fremder am Strand zu drängeln, der sollte sich die Ressorts weiter unterhalb anschauen. Paresa Resort ist eine dieser exklusiven Anlagen, die an der Steilküste liegen und atemberaubende Anblicke bieten. Das Resort ist in die natürliche Umgebung eingebunden, man fühlt sich fast wie mitten im Urlaub. Stilistisch ist es ebenfalls Extraklasse, angelegt als moderne Interpretation traditioneller thailandischer Architektur. Das Besondere: Während für die meisten Ressort immer noch der nördliche Jim-Thompson-Stil tonangebend ist, wurden hier Stilelemente des südlichen Thailands eingebunden.

Paresa Resort Phuket

Zimmer gibt es hier nicht, sondern entweder Villas oder Suites. die haben verschiedene Größen und auch Preisklassen, haben aber alle Aussicht aufs Meer und bieten je nach Preisklasse eigenen oder geteilten Infinity Pool und Espressomaschine. Wer es richtig krachen lassen kann, mietet den “Dedicated Dreammaker butler service in Cielo villas”. Wer an den Strand möchte, kann das Shuttle zum Kamala-Beach in Anspruch nehmen.

Ich persönlich bin kein Strandmensch, sondern bin mit einem schönen Pool und einer tollen Aussicht zufrieden. Vor allem schätze ich Ruhe, und die bekommt man vor allem in Ressorts. Wenn es dann noch ein wenig Klasse hat, umso besser.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Hotels,Thailand |
Jun
17
2013
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Thailand steht immer wieder auf

White Masks Demonstration Thailand ist ein Stehaufmännchen. Gleich was auch passiert, das Land steht auf und macht weiter. Es hat den Tsunami überstanden (mit großen Opfern), es hatte mehr Putsche als jedes andere Land, es hatte die Yellow Shirts die den Flughafen besetzten und die Red Shirts die den Business Bezirk besetzten. Es hatte die große Flut, die Teile Bangkok unters Wasser setzte und die wichtigen Industrieanlagen in Ayutthaya. Und trotzdem geht die Wirtschaft bergauf und die Touristen kommen nach wie vor. Zu recht.

Denn Thailand weiss wie wichtig der Tourismus ist. Im vergangenen Jahr kamen 22 Millionen Touristen ins Land des Lächelns, 2011 waren es 19 Millionen. Phuket, Pattaya und Chang Mai sind immer noch ganz oben auf der Wunschliste der Reisenden. Dazu kommen die Strände von Krabie, Koh Samui und anderen Inseln. Phuket wurde nach dem Tsunami in Rekordzeit wieder aufgebaut. Auch im Businessbezirk von Bangkok, wo sich die Redshirts tagelang mit Regierungstruppen Gefechte lieferten, ist heute business as usual.

Es scheint fast, dass das Land ab und an ein wenig Unruhe braucht. Derzeit demonstrieren White Masks, eine Gruppe die sich vor allem dem Widerstand gegen den Ex-Premier Thaksin verschrieben hat. Aber das gehört eben auch zum Bild von Bangkok – und ist auch Zeichen einer lebendigen Demokratie.

Was immer auch in diesem Land geschieht, Touristen sind in der Regel sicher und es wird sich um sie gekümmert. Und ist es an einem Ort gerade ein wenig unpässlich, dann hat Thailand noch eine Menge andere Orte, die eine Reise wert sind. Mehr davon in den nächsten Tagen und Wochen.

Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Jan
26
2011
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Reisen per Bus in Asien

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Überlandfahrten. Auf meinen Reisen war es für mich immer eine Tortur, länger als 4 Stunden in einem Auto zu sein, Klimaanlage hin oder her. Nun ist aber die Infrastruktur in Asien so, dass man eben mit schlechten Straßen rechnen muss und selten mehr als 30-40 Kilometer pro Stunde zurücklegen kann. Deswegen sind Busreisen so populär. Im Bus hat man mehr Platz als in einem Auto, man sieht besser und man kann sich mit seinen Sitznachbarn unterhalten. Das Gruppengefühl im Bus läßt die Langweile gar nicht erst aufkommen. Ich setze mir meistens meine Lesebrille auf und schmöker auf der Fahrt oder schau Videos auf meinem iPad.
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Ich bin zum Beispiel regelmäßig von Saigon nach Phnom Penh mit dem Bus gefahren. Das hat 25 Dollar gekostet, und der Bus brauchet ziemlich genau Stunden. Dafür kam er in Saigon in der Innenstadt ab und kam auch in Pnom Penh recht zentral an. Meist gibt es bei solchen Reisen einen Zwischenstopp in einem Restaurant.

Was sollte man beachten?
Immer die beste Kategorie nehmen, in der Regel sind das die sogenannten VIP Busse. Die sind immer noch billig, sind aber besser ausgestattet (Klo an Bord, 2 Fahrer).

Niemals ganz vorne sitzen. Busfirmen denken sie tun Ausländern einen Gefallen, wenn sie diesen die vordersten Sitze buchen. Nur sind die am gefährlichsten, wenn es einen Unfall gibt. Und es gibt mehr Unfälle als man denkt.

Gurte benutzen: VIP Busse haben meistens Sicherheitsgurte, die aber auch gerne mal unterm Sitz verschnürt sind. Macht aber nix, aufschnüren und benutzen.

Unwichtiges ins Gepäckfach, Wertsachen am Körper: auch in Bussen wird gestohlen, vor allem wenn man vor aller Augen eine Kamera in den Rucksack packt und den dann unverschlossen auf die hinterste Sitzbank legt.

Tickets buchen: Kann man manchmal nur ein paar Stunden im Voraus, manchmal auch ein paar Tage. Wenn man Tickets bei einer Reiseagentur kauft, dann ist das oft mit einem bequemen Transfer vom Hotel/Guesthouse verbunden.

Busstrecken in Südost-Asien, die ich empfehlen kann:
Bangkok – Nong Khai – Vientiane (Laos)
Bangkok – Chang Mai
Phnom Penh – Ho Chi Minh City
Ho Chi Minh City – Can Tho
Phnom Penh – Battambang
Phnom Penh Siem Reap

Und zum Schluss noch ein Bild vom Zubringer Bus Vientiane-Nong Khai
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Written by thomaswanhoff in: Asien,Thailand |
Nov
03
2010
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Insekten: Der neue Proteinlieferant

Crickets and other food

Wer in Asien unterwegs ist, wird kulinarisch verwöhnt. Leckere Nudelgerichte, scharfes Curry, saftige Mangos – ein Paradies für Feinschmecker. Wer aber noch weiter eintaucht in die Welt der Speisen, der wird unweigerlich auch etwas ungewöhnlichen Proteinlieferanten begegnen: Insekten. Sie werden in Asien in allen möglichen Zubereitungsformen angeboten. Da sind Bambuswürmer, Heuschrecken oder gar Vogelspinnen. Letzere sind eine Delikatesse unter anderem in Kambodscha. Wer dort Insekten testen will, kann ins Turi-Restaurant gehen, oder aber, ganz authentisch, welche gegenüber dem Königspalast kaufen.
Eine kleine aber sehr unterhaltsame Einführung in Insekten als Speise hatte gerade der Bangkokpodcast. Im Halloweenspecial verkosteten die Macher mit ihrem Publikum gleich mehrere verschiedene INsekten, aber auch Frösche. Die Sendung ist zwar auf Englisch, ich kann sie aber nur empfehlen.

Was uns exotisch anmuten mag, ist in Asien eher eine Delikatesse. Es könnte bald aber noch viel mehr sein. Wenn zum Beispiel der Mekong durch Dämme bald nicht mehr genug Fisch liefern kann, müssen sich Länder wie Kambodscha und Laos neue Proteinquellen suchen. Fleisch scheidet in der Regel aus weil es zu teuer in der Produktion ist. In Laos gibt es jetzt schon einige Programme, unter anderm von den Vereinten Nationen, die untersuchen inwieweit Insekten eine Alternative sein könnten.

Man muss dazu aber wissen, das der gemeine Asiate nicht den ganzen Tag Spinnen ist. So etwas ist eher die Ausnahme, oft werden zum Beispiel gebackene Heuschrecken eher als Snack gegessen denn als Hauptgericht.

Eines der leckersten Gerichte, dass ich aus Kambodscha kenne, ist ein Reisgericht mit gebratenen roten Ameisen.

Foto by Mark Belokopytov Licence http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Written by thomaswanhoff in: Asien,Food,kambodscha,Thailand |
May
18
2010
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Reisen nach Thailand

… verkaufen sich gerade etwas schwer. Doch soll man wirklich nicht nach Thailand reisen?
Ich denke Phuket und Koh Samui sind sicher und dort gibt es keine Proteste. Strandurlaub ist also gesichert, und der Flughafen in Bangkok ebenso. Die Proteste sind in der Innenstadt. Allerdings sollte man derzeit wirklich nicht auch nur in die Nähe der Proteste gehen, also nix mit Shopping.
Übrigens ist es auch gar kein Problem, nur in Bangkok umzusteigen und zum Beispiel nach Laos, Kambodscha oder Vietnam weiterzufliegen. Diese Länder bieten ebenfalls reichhaltige Kultur, tolles Essen und – vor allem Vietnam – auch schöne Strände.

Natürlich gibt es immer ein Risiko beim Reisen in ferne Länder, aber noch sterben Ausländer in Asien bei Verkehrsunfällen oder weil ihnen eine Kokosnuss auf den Kopf fällt. Und wer am 1. Mai in Berlin oder Hannover in der falschen Strasse steht, kann auch sein blaues Wunder erleben.

Written by thomaswanhoff in: Asien,kambodscha,Thailand,Vietnam |

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