Mar
03
2010
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Die Sache mit dem Ökotourismus

Eben habe ich auf einer Seite über ein Projekt in Indien folgendes gelesen:

Gleichzeitig darf Karnataka nicht zu einem Opfer des Massentourismus werden wie Goa oder Kerala, wo nicht nur viel Natur, sondern auch Kultur zerstört wurde, um die Ansprüche von westlichen Touristen zu erfüllen und wo sich inzwischen die lokale Bevölkerung den Spaß im eigenen Staat kaum noch leisten kann. Ziel ist in dieser Region eine gemäßigte Entwicklung und die Teilhabe der lokalen Bevölkerung an den Profiten durch Tourismus. Das wollen wir erreichen, indem wir zum Beispiel Familien finden, die Touristen Mahlzeiten, Snacks und/oder Chai (Tee) während der Bootstour beziehungsweise ein Gästezimmer für Übernachtungen anbieten können, Kochkurse leiten oder Führungen durch die Mangrovenwälder anbieten (so wird dann auch gleichzeitig das Umweltbewusstsein der Bevölkerung gestärkt).

Es geht dabei um Ökotourismus. Wir reisen ja mittlerweile um die ganze Welt, den Reiseführer in der Hand – und können auch in entlegene Regionen vorstoßen. Früher gab es Backpacker und FITs, Einzelreisende und Kleingruppen, die längst das machten, was heute Öko heisst.

Nun ist das ja eine schöne Sache und sehr romantisch mit dem Chai, aber wer will das? Kaum jemand. Ökotourismus ist entweder missbraucht (Golfressort haben ein Ecozeichen weil sie ja Rasen haben) oder überbewertet. Die meisten Touristen wollen weder Armut sehen noch das reale Leben. Sie erwarten ein Disneyland, dass sich ihren Vorstellungen anpasst. Eine Woche indisches Essen ist ok, dann muss ein Schnitzel her. Stehklo? No way. Eis im Tee? Wir werden allen sterben.

Ich bin wahrlich kein Freund von Bettenburgen wie auf Mallorca oder zunehmend auch in Asien. Aber ich schau mir gerne die Realität an. Und die heisst, das Touristen Sicherheit wollen, Komfort und Entspannung. Gerne ein wenig Kultur, gerne auch ein wenig Authentizität, aber bitte nur als Tagesausflug.

Der so genannte Massentourismus ist leider der Wirtschaftszweig, der in vielen armen Ländern überhaupt noch Geld ins Land bringt (siehe Kambodscha). Aber diesen kann man sehr wohl umweltfreundlich gestalten. Wasseraufbereitung in Hotels, Müllrecycling, Solarpanels. Nicht die Touristen verschmutzen die Gegend, sondern die Einheimischen. Da muss man ansetzen. Gesetze müssen den Rahmen für internationale Hotelkonzerne schaffen, und die Gesetze auch einhalten. Bali macht das gerade vor: Da werden einfach keine Baugenehmigungen mehr erteilt, weil der Markt gesättigt ist. Und höher als eine Palme darf kein Gebäude sein – nach Gesetz. Nur halten sich manche Hotelketten einfach nicht dran.

Weniger Tourismus ist nicht der richtige Weg. Anderer Tourismus im Sinne von verantwortlich schon eher.

Written by thomaswanhoff in: Uncategorized |
Feb
24
2010
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Kurzreise nach Indonesien

wedding of ray and natasha

Es muss ja nicht immer Bali sein, wenn man nach Indonesien reist. Eigentlich gibt es kaum ein Land der Erde dass so vielfältig ist – von Orang Utans bis Vulkane. Wir hatten nur 2 Tage, und darin enthalten auch noch eine Hochzeit, deswegen blieb nur Jakarta. Mit Hochzeitseinladungen ist das ja so eine Sache, gerade wenn es nicht um die Ecke ist: Mal eben drei Stunden fliegen will überlegt sein. Aber allein das Design der Hochzeitskarte war Grund genug, Ja zu sagen: Edles Kartonpapier mit Goldeinlegung und Schleifchen.

Die Hochzeit selbst war eine indonesisch-muslimische Zeremonie. Braut und Bräutigam in traditionellen Kleidern (2 Kilo Gold pro Krone), mit einem Imam und einer Art Standesbeamten sowie 2 Trauzeugen von der Familie der Braut (weil das Musilme sein mussten). Der Ehemann muss sich im übrigen auch zum muslimischen Glauben bekennen.

Die Hauptstadt Indonesiens ist schöner als man meinen mag. Ich würde die Stadt zwischen Bangkok und Singapur einordnen. Breite Straßen, gut ausgebaut, begehbare Bürgersteige. Öffentlichen Nahverkehr haben wir nicht probiert, aber die Bluebird Taxis sind günstig und verlässlich. Überrascht war ich über die vielen Bäume in der Stadt und die Parks.
Kiosk in Jakarta

Ebenfalls neu für mich waren die neuen Einkaufszentren, allen voran das Grand Indonesia, die locker mit denen in Singapur mithalten können – wenn auch nicht zahlenmäßig.

Wir haben das Nationalmuseum besichtigt, günstig im Eintritt (75 US-Cent), aber leider auch nicht der Höhepunkt der Museumsdidaktik. Der ethnologische Teil ist sehr interessant, die Skulpturen sind entwas lieblos aufgereiht. Gleichwohl bekommt man ein gutes Bild von der Vielfältigkeit der indonesischen Kultur.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Feb
18
2010
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Feb
09
2010
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Blumenfest in Saigon

tiger year

Bei uns im Viertel, und zwar drüben wo gerade das Crescent Shopping Centre entsteht, findet dieser Tage das Tet Blumenfest statt. Anlässluch des bevorstehenden Neujahrfestes am 19.2. (wir kommen dann ins Jahr des Tigers) gibt es überall kleine Volksfeste, auf denen vor allem Blumen verkauft werden.
Aber hört und seht selbst:

Listen!

flowers for tet

Written by thomaswanhoff in: Uncategorized |
Feb
01
2010
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Thaipusam Fest in Singapur und ein Shopping Paradies

Ich war gerade in Singapur, und dort wurde das Thaipusam-Fest gefeiert. Thaipusam ist ein hoher Feiertag der Tamilen,und von denen gibt es eine Menge. Touristen kennen das Fest weil sich die Gläubige kleine Speere durch die Wangen stechen. Das habe ich mir geschenkt, berichte aber in meinem Wissenschaftspodcast dafür ein wenig über das Fest und was es zu bedeuten hat.

Doch der Reihe nach: Zunächst waren wir nämlich zum Shoppen nach Singapur gefahren. Ich brauchte Hemden und meine Frau brauchte Blusen. Als wenn sie nicht schon genug Blusen die sie üblicherweise Online kauft, im Schrank hätte. Da wir hier in Vietnam nichts online kaufen können (und offline schon gar nicht wegen der kleinen Größen), muss es also ab und an mal ein Ausflug sein.
Singapur bietet da einiges: Die Orchard Road dürfte den meisten bekannt sein als Shoppingparadies, und das ist sie auch. Aber auch andere Kaufhäuser, wie das Raffles City und Suntec City haben einiges zu bieten. Wir haben übrigens im Hotel Peninsula Plaza gewohnt, was ich sehr empfehlen kann.
Was in Singapur so schön ist, ist die Professionalität der Mtarbeiter (zumindest verglichen mit Vietnam und auch Thailand). Die kennen wirklich mal die Produkte und beraten Kunden. Und sprechen alle Englisch.
Ausserdem ist die Auswahl schier undendlich, sowohl was verschiedene Produkte (gerade Kleidung) angeht, aber auch die Preisspanne.

Und als wir so durch die Stadt streiften, waren wir plötzlich mitten in einem Fest der Tamilen.
Thaipusam.JPG
Der Name kommt von Thai, was den aktuellen Monat benennt, und Pusam. Letzteres bezieht sich auf den am hellsten leuchtenden Stern während des Festes. Man feiert zum einen des Geburtstag von Murugan, dem jüngsten Sohn von Shiva und Parvati, sowie der Übergabe eine Speeres von Parvati an Murugan. Mit dieser Waffe sollte er den Dämonen Soorapadman besiegen.

Die Tamilen “benutzen” das Fest aber auch noch aus eher weltlichen Gründen. Sie “bestechen” die Götter: Sie geben den Götten ein versprechen, sich selbst zu geisseln, wenn die Götter dafür einen Verwandten von einem Leiden erlösen. Mann nennt das das Kavadi. Die Gläubigen kasteien sich, scheren sich den Kopf kahl, fasten tagelang und gehen nach dem Tempelbesuch einen festgelegte Prozessionsroute entlang. Frauen tragen in der Regel einen Gefäß mit Milch auf dem Kopf, während die Männer durchaus weitergehen und sich selbst mit kleinen Speeren piercen.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Jan
11
2010
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Das schwarze Gift: Kaffee im Hotel

Morgenlatte

Ich habe im eHotelier die Kolumne von Bert “Bow-Thai” van Walbeek gelesen, der sich darüber beklagt, dass Hotel gewisse schlechte Angewohnheiten nicht ablegen wollen. Eine davon ist schlechten Kaffee zu servieren. Wer heute ein Hotel bucht, online mit Rabatt wie einem Opodo Gutschein, hat meist die Option “inklusive Frühstück” zur Wahl.

In der Tat habe ich selbst äußerst selten einen auch nur annährend trinkbaren Kaffee in einem Hotel bekommen – vor allem beim Frühstück wird meist Black Poison serviert. Der Grund? Man kocht Kaffee einmal um 6 Uhr morgens, am besten für 300 Personen, und läßt den dann auf der Wärme platte sich aller Aromen entledigen.
Da lob ich mir Vietnam: Da wird der Kaffee auch gekocht, aber man läßt ihn schlicht kalt werden, weil er hier meist mit Eis und Milch getrunken wird (Ca Phe Sua Da). Und kalter Kaffee hält sdin Aroma.
Es kann nicht wirklich ein Kostenpunkt sein, guten Kaffee zum Frühstück zu servieren. Zumal ich selbst kaum noch Breakfast included buche, sondern meist irgendwo anders Frühstücken gehe – Geld, dass das Hotel dann verloren hat.

Written by thomaswanhoff in: Travel |
Jan
04
2010
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Besser reisen mit Videos

Ja, das ist eine komische Überschrift, aber ich meine was ich sage. Wer heute eine Reise antritt, muss nicht mehr ins Unbekannte fahren. Fast jedes Urlaubsziel läßt sich heute per Youtube und Co. von Zuhause aus begutachten.

Wer zum Beispiel nach Siem Reap nach Kambodscha will, sucht bei Youtube und bekommt eine große Auswahl. Will man wissen, ob das Victoria Hotel und Ressort auch taugt, dann kann man sich mit diesem Video einen ersten Eindruck verschaffen:

Ich empfehle Youtube weil man hier eine größere Auswahl hat als bei nur deutschen Portalen. Videos gibt es eigentlich von fast allen Orten. Wer ein Hotel auf Mallorca sucht, kann ebenfalls eine Vorschau bekommen:

Vorsicht, manche Videos sind Werbevideos der Hotels. Das muss nicht schlecht sein, wird aber sicher nicht alle Seiten zeigen. Deshlab der Rat, sich vor allem auch Uservideos anzuschauen. Auch wenn die verwackelt sind, zeigen sie noch eine andere Perspektive.

Written by thomaswanhoff in: Asien, Travel |
Dec
28
2009
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Auch auf Bali ist mit Verkehrsstaus an Neujahr zu rechnen

Wer glaubt, aufs Eiland zu flüchten heißt auch dem Verkehrschaos an Neujahr zu entfliehen, mag falsch liegen- zumindest wenn es um einen Urlaub auf Bali geht. Zu Silvester kommt man manchmal kaum aus dem Hotel raus, wenn der Verkehr am Kutabeach zum Erliegen kommt. Denn nicht nur Ausländer, auch die Einheimischen kommen in die Innenstadt rund um Kuta und Legian, und das meist mit dem eigenen Fahrzeug, meist das Moped. Sie suchen das Unmögliche, einen Parkplatz, und ednen meist in stundenlangem Stehen oder Umherfahren an der Strandpromenande. Derzeit überlegt die Polizei, welche Straßen generell an Silvester gesperrt sind oder zur Einbahnstraße werden für die Feiertage.
Wer also überlegt, an Silvester in Kuta ein wenig herumzufahren, dem sei gesagt: Denkt nicht einmal daran. PEr pedes ist die Devise – oder gleich im Hotel bleiben und dort feiern. Oder man macht es ganz anders und verbringt seinen Urlaub dort wo es fast nur Natur gibt.

Written by thomaswanhoff in: Asien |
Dec
16
2009
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Der versteckte Charme von Vietnam

Vietnam hat vor allem deswegen wenige Wiederholer als Touristen, weil es keine gute Infrastruktur hat. Es dauert schlicht zu lange um zu den Destinationen zu gelangen, und dort angekommen ist wenig zu sehen. Was aber nicht heisst, das es nichts zu sehen gibt in Vietnam. Mein Freund Tim Russel von Come and Go Vietnam kommt gerade von einer Entdeckungsreise aus dem Mekong Delta zurück und hat dort einen wahren Schatz gehoben.
Anitques
Er fuhrt mit dem Ben Tre Boot, als der Guide ihn fragte, ober nicht die Sammlung von Mr. Kanh sehen wollte. Dieser sammelt Antiquitäten und zeigt sie auch gerne. Sein Haus ist mit dem Boot gut erreichbar, und schon beim Betreten sieht man so viele Ausstellingsstücke das man damit mehr als ein Fotobuch erstellen könnte (was man sich alleine wegen der schönen Motive in Vietnam schon überlegen sollte. Ich schaue mir lieber ein Fotobuch an als eine Diaschau).

Khanh sammelt Antiqitäten so lange er denken kann und sein Haus, ein traditionell gebautes und mit einem gedeckten Dach versehenes Gebäude wir man sie kaum noch sieht, ist so voller Artefakte, dass man kaum mehr sich dort bewegen kann.Von Töpfen aus der Ming Dynastie über Khmer Vasen aus dem 16 Jahrhundert findet man hier alles. Faszinierend auch die Sammlung an alten Fotos und Dokumenten. Man sieht Bilder aus sieben Generationen, unter anderem die Ernennung seines Onkels zum Statthalter durch die französischen Besatzer 1930. Am Ende lohnt sich ein Rundgang durch einen traumhaft schönen Garten.

Tim hilft bei der Organisation eines solchen Ausflugs, bei Interesse einfach auf die Webseite gehen (englisch)

Written by thomaswanhoff in: Asien, Vietnam |
Dec
03
2009
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Tourismus aus asiatischer Sicht

Wenn wir über Tourismus reden, dann denken wir immer westliche Länder sind die Reisekönige, weil wir uns das leisten können. Zum einen sind Deutsche eher faul. Das eigene Land ist immer noch am meisten gebucht, und viele verbringen eher einen Urlaub im Hotel im Schwarzwald denn in Hanoi.
Wer aber Fernreisen macht sieht zum Beispiel in Vietnam viele westliche Touristen, und weil man zum einen eine höhere Aufmerksamkeit für die eigenen Leute hat und zum anderen oft Asiaten nicht unterscheiden kann, glaubt man schnell, die meisten Touristen kommen aus dem Westen.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, wie man am Beispiel Vietnam sieht:
Es führt ganz klar China (476,489) vor den USA (368,089), Südkorea (327,384), Japan (326,274), Taiwan (246,635), Australien (193,285), Frankreich (159,401), Malaysia (146,206) und Thailand (138,750). Alle anderen machen noch einmal 900.000 aus.

Man sieht dass es einen intensiven innerasiatischen Tourismus gibt. Für Kambodscha sind diese Zahlen ähnlich. Bei Touristen aus den USA, Frankreich und Australien muss man noch hinzufügen, dass viele so genannten Vietkieu sind, also Auslandsvietnamesen, die ihre Familien besuchen oder Geschäfte machen, aber ein Toursitenvisum beantragen.

Natürlich sind die nackten Zahlen nicht alles. Tatsächlich nämlich lassen asiatischen Touristen längst nicht so viel Geld im Land wie westliche. Gerade Koreaner suchen billige (und meist koreanische Hotels), gleiches gilt für Chinesen. Nur Japaner suchen bisweilen höherpreisige Unterkünfte.

Written by thomaswanhoff in: Asien, Travel, Vietnam |

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